Durchs Wiesent-, Kaiserbach- und Kainachtal

Steinfeld - Kreuzkapelle - Hubertuskapelle - Jesuskapelle - Wiesentfels - Freienfels - Schnackenwöhr - Krögelstein - Kainach - Kainachtal - Hollfeld

Anfahrt: mit OVF-Bus Abfahrt So 08.03 Uhr Bahnhof

Steinfeld - Kreuzkapelle - Hubertuskapelle - Jesuskapelle - Wiesentfels - Freienfels - 11,5 km - 3 Stdn.

Von der Bushaltestelle geht man links Richtung Hohenhäusling und biegt nach 150 m links ab. Mit der Markierung roter Punkt wandert man geradeaus aufwärts, an einem Rinderfreigehege vorbei gerade zum Wald. Dort biegt man gleich links in den Waldweg ein, zieht gerade hindurch zur Straße nach Königsfeld. Auf dieser schreitet man nach rechts zur nahen Kreuzkapelle. Danach folgt man dem befestigten Feldweg 250 m nach links, zweigt rechts in einen Wiesenweg ab und dann links in den nachfolgenden Querweg. Auf dem nächsten Querweg wandert man mit dem roten Ring nach rechts. Auf dem Weg geradeaus durch ein anschließendes Waldstück wandern bis zur nachfolgenden versetzten Kreuzung und biegt vorm Wald links ab. Nun folgt man dem Schotterweg geradeaus, der dann in einen Teerweg übergeht. Nach einer Abzweigung geht man links leicht abwärts, gerade an der Hubertus-Kapelle vorbei und zur Straße Treunitz - Königsfeld. Diese wird überquert und nach 150 m biegt man an der 1. Abzweigung rechts ab. Man kommt an einer Marter und einer Jesuskapelle, erbaut 1995, vorbei. Dann biegt man links in den querenden Weg, auf dem nächsten wandert man etwa 700 Meter nach rechts. Bei der nun folgenden Kreuzung zieht man nach links Richtung Wiesentfels. Nach ca. 500 m verläßt man den Weg an einer Kreuzung nach rechts, schreitet 300 Meter bis zu einem Waldeck und biegt links ab. Mit dem Weg zieht man gerade über eine Kreuzung und links in den Querweg, darauf abwärts zur Teerstraße. Kurz nach links halten, dann vor Ortsschild mit Markierungen blauer Punkt und rotes Kreuz rechts und aufwärts, gerade an der Abzweigung nach Drosendorf und einem Wochenendhaus vorbei. Der geteerte/geschotterte Weg, gesäumt von Obstbäumen, führt gerade über die Höhe. An der Kreuzung vorm Wald wandert man gerade am Waldrand entlang weiter und dringt nach ungefähr 200 m links in den Wald ein. Man durchquert das Waldstück, geht auf dem Querweg nach rechts aus dem Wald. An dessen Rand entlang weiter und bei einer Scheune auf dem Betonsteinweg abwärts. Bei der Gabelung mit Insel wandert man nach rechts, wieder leicht ansteigend und hält sich an der nächsten Gabelung nach links. Wieder zieht ein schöner Weg, vorbei an einem Wasserbehälter, über die Höhe. Am Querweg mit einer alten Linde geht man nach links, dann am Schafhof vorbei und schließlich auf Teer links abwärts nach Freienfels. Dabei vorbei am Campingplatz und der Waldmühle, überquert die Wiesent und geht rechts daran entlang bis zur Telefonzelle. Nun die B 22 überqueren !! und aufwärts streben zu Kirche, Burg und Einkehr im Gasthaus Vier Linden, Bes. B Hornung, Telefon 095 /

Freienfels - Schnackenwöhr - Krögelstein - Kainach - Kainachtal - Hollfeld - 8,5 km - 2 Stdn. 15 min.

Nach der Rast zieht man zurück zum Kirchplatz, zweigt mit dem roten Kreuz rechts ab und verläßt den Ort. Man wandert am Waldrand entlang, hält sich an der Gabelung rechts zu einem Wäldchen, zieht daran vorbei und geht an der nächsten Gabelung rechts und abwärts zur Staatsstraße 2291 von Hollfeld nach Stadelhofen. Diese überqueren !! und links halten, dann abwärts zum Wald marschieren, davor an der Gabelung nach rechts wandern. Auf dem Teersträßchen nach Schnackenwöhr laufen und durch die Neubausiedlung zur Kreisstraße BT 39. Links entlang, nach 100 Metern überschreiten, in Ortsmitte, dann links abwärts nach Krögelstein. Unten rechts und über die Kainachbrücke, vor dem Felsengebilde Alter Fritz rechts und gerade zum Ortende.

Hier bieten sich zwei Möglichkeiten zum Weiterwandern mit dem Ziel Kainach an:

1.) Gleich rechts durchs stile Kaiserbachtal, der Weg endet unterhalb der Lindenallee oder

2.) Gerade weiter, in der Kurve rechts zum Wald. Im Wald an Gabelung rechts und weiter aufwärts, aus dem Wald und über eine Lichtung. Wieder in und durch den Wald, danach links zu Schotterweg-Gabelung. Links weiter, an der Kreuzung nach 300 m rechts, nach weiteren 150 Metern Gabelung, hier rechts und gerade zwischen Waldstücken hindurch. Dann durch die alte Lindenallee abwärts nach Kainach. Rechts in die Staatsstraße 2189 und zum Ortende. Vor dem Feuerwehrhaus links ins Kainachtal und auf der rechten Seite am Bach entlang wandern, es besteht mehrfach die Möglichkeit auf die sonnige, aber auch belebtere linke Seite zu wechseln. Man wandert an einem Schafpferch vorbei und folgt schließlich bei den Forellenweihern dem Weg aufwärts in den Wald. Nach dem Anstieg verläßt man den Wald und zieht hinterm Kindergarten vorbei, biegt rechts in die Straße und läuft geradeaus zum Oberen Tor. Geht links hindurch und marschiert durch die straße zum Marktplatz. Nach dem Rathaus und Wittauerhaus schreitet man rechts den Steinweg hinab zur Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt und weiter hinunter zum Unteren Markt zur Bushaltestelle.

Leichte, abwechslungsreiche Wanderung mit geringen Anstiegen, Länge ca. 20 km.

Einkehrmöglichkeiten: Steinfeld, Freienfels, Hollfeld.

Sehenswertes:

- Steinfeld, siehe W 2 / 01

- Wiesentfels, das Tal der Wiesent wird hier immer enger. Zwischen den bewaldeten Berghängen liegt das Dorf Wiesentfels. Im Talgrund stehen die Bauernhöfe und Häuser. Auf einem ca. 40 m hohen Fels ragt das verwinkelte Schloß empor.

Schloß Wiesentfels, Mitte des 16. Jh. neuerbaut, durch einen Tortrakt geschlossene Dreiflügelanlage, seitlicher Verbindungsflügel zu einem freistehenden Turm. Schon vom Tal her erkennt man den aufragenden Turm mit spitzem Dach, den Giebel des Hauptgebäudes und die Nebengebäude. Eine Straße führt steil den Berghang hinauf. Hohe Mauern schirmen den Privatbesitz jedoch vor neugierigen Blicken ab.

1333 bis 1938 Eigentum der Grafen von Giech, 1525 die Burg wird von aufständischen Bauern niedergebrannt, Graf Achaz von Giech baute die Burg in dem alten Stil wieder auf.

- Freienfels, Burg 1283 von Otto von Aufseß erbaut, eine der 3 großen Stammburgen der edelfreien Aufseß, deshalb auf dem freien Fels. Durch interne Streitereien ging es 1378 an Bischof Lamprecht von Bamberg verloren. Freienfels war eine wehrhafte Burg mit 4 hochragenden Kemenaten, einer Schloßkapelle (1490), Zwingern, Mauertürmen, Torhäusern und Gräben. Im Bauernkrieg (1525) von den Hollfeldern niedergebrannt, 1604 wieder in alter Form aufgebaut. Im 30.-jhr Krieg mehrfach besetzt und überfallen, der bauliche Zustand der Burg war schlecht. 1690 abgerissen, zwischen 1693 und 1701 völlig neu erbaut, am 31. Oktober 1918 endgültig von den Aufseß verkauft, seitdem mehrere private Besitzer. Pfarrkirche St. Bartholomäus (1700-08 erbaut), Grabeskirche derer von Aufseß (7 Mitglieder), verglaste Herrschaftsloge über der Sakristei, reiche Stuckdecke, am Hochaltar Holzstatuen des Hl. Blasius und des Hl. Valentin, über dem Taufbecken der Hl. Bartholomäus. Das Altarbild zeigt die Hl. Dreifaltigkeit. 1963 wirkt hier der spätere Erzbischof von Bamberg, Elmar Maria Kredel.

Schloß Freienfels, gut sichtbar erhebt sich über dem Ort das von den Herren von Aufseß begründete Schloß, zuletzt 1693 - 1701 neu erbaut. Es ist vom Tal durch steil abfallenden Fels und von der Bergseite durch zwei Gräben geschützt.
Seit 1996 können ein Teil der Werke aus der Hollfelder Kunstausstellung (von Anfang Juli bis Anfang August) im Wehrgang des Schlosses ausgestellt werden.
Ansonsten kann das Schloß leider nicht besichtigt werden - Privatbesitz.

Geschichte:

13. Jh. Ritter Otto von Aufseß erbaut die mächtige Burg Freienfels.

Diese Burg nahm unter den Rittersitzen des Wiesenttales eine besondere Stellung ein, sie stand auf freiem Grund und Boden, auf einem "freien Fels". Sie was nur dem Kaiser und Reich untertan.

1490 Das Dorf Freienfels entstand auf Veranlassung der Burgherren.

1525 Im Bauernkrieg zerstörten die aufrührerischen Bauern die Burg und brannten sie nieder. Nach den Unruhen baute Ritter Pankraz von Aufseß die Burg wieder auf.

1690 Carl Siegmund Freiherr von Aufseß und Domherr zu Bamberg und Würzburg entschloß sich die bis dahin stark zerfallene Burg niederzureißen und auf den Grundmauern ein Schloß zu errichten.

Während des Dritten Reiches wurde das Schloß für Parteizwecke genutzt und in den Kriegs- und Nachkriegsjahren war es Kindererholungsheim der Stadt Nürnberg.

- Krögelstein, OT Hollfeld, das Ähnlichkeiten mit dem Felsendorf Tüchersfeld hat, liegt im Kaiserbachtal, eingebettet zwischen unförmigen Felsen zu beiden Talseiten. Die Häuser sind zum Teil in die Felswände und -türme hineingebaut. Eines dieser Felsengebilde heißt "Alter Fritz" und „Löwenfels“ ein weiteres. Anstelle einer Burg steht am östlichen Höhenrand die evang. Dorfkirche (16. Jh.) mit spitzem Turm. Zwei Emporen umziehen das Innere, Taufstein und Altarkreuz sind bemerkenswert, unter dem Turm befindet sich eine quadratische Kapelle mit zwei Giech'schen Grabsteinen von 1607 und 1617. Kanzel und Altar sind im Markgrafenstil übereinander.

Vor 100 Jahren gab es in Krögelstein noch Höhlenwohnungen.

Auf der ehem. räumlich kleinen Burg saßen einst die Edelfrauen von Krögelstein, einer Zweiglinie der Walpoten 1149-1239. Nach deren Aussterben wurde Krögelstein bambergisch, 1362 wurden die Aufseß Lehensträger, 1500 kam die Burg an die Giech. Auf dem Schloß- und Kirchberg erinnert nur noch ein Schwippbogen an die Burg, die von den Söldnern des "Schwäbischen Bundes" 1523 mit 4 Tonnen Pulver in die Luft gesprengt wurde, nachdem Jörg von Giech dem berüchtigten Hans Thomas von Absberg wiederholt Unterschlupf gewährt hatte.

- Kainach, von Wonsees bis Hollfeld zieht sich das Kainachtal, ein echtes Albtal. Mittendrin liegt der Ort Kainach, hier steht ein ehemaliges Aufseßsches Schloß, heute landwirtschaftliches Anwesen. Das Aufseßwappen kennzeichnet es und die wohlerhaltenen Stuckdecken im Innern. Idyllisch der von einer Mauer umgebene, tiefer liegende Dorfbrunnen. Am Ort gab es eine Kundenmühle und eine Kalkbrennerei.

- Hollfeld, Ldkrs. BT, 1017 urkundlich erwähnt, die Stadterhebung erfolgte wahrscheinlich im Jahre 1329, aus einer frühmittelalterlichen Burganlage entstanden, im Kern fast unverfälscht erhalten. Um den Marienplatz gruppieren sich die Gangolfskirche, Hollfelds ältestes Gotteshaus und Wahrzeichen der Stadt, mit ihrem weithin sichtbaren Wehrturm. Der viereckiger Turm, von einer Holzbrüstung umzogen, war ein Befestigungsturm der Stadt, aus Sparsamkeit hat man ihn zum Kirchturm gemacht. Die Kirche läßt romanische und gotische Bestandteile erkennen, der Saalbau mit Apsis und der Turm gehen auf das 12. - 16. Jh. zurück. Weiter findet man das renovierte „Alte Rathaus“ und das Wittauerhaus mit seinem malerischen Fachwerk. In diesem Gebäude befinden sich das Fremdenverkehrsamt und dahinter die Museumscheune. Davor der Marienbrunnen, um dessen Brunnenhaus einmal ein schildbürgerischer Krieg zwischen Ober- und Unterstädtern entbrannte, der sogar zum heimlich-nächtlichen Abtragen des Brunnenhaus führte. Sehenswert sind weiterhin die in den Jahren 1778-82 nach den Plänen des Bamberger Baumeisters Vogel errichtete spätgotische, kath. Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt, in edler Fassade aufsteigend. Aus der Mitte der Fassade steigt der Turm, über der Zwiebelkuppel einen Kegel aufgesetzt. Über dem Portal ein schnörkelumgebenes Rundfenster und das Wappen Seinsheim. Rechts St. Heinrich und links St. Kunigunde, Meisterwerke des Bamberger Bildhauers J. B. Kamm. Vom selben Meister im Innern, das in blühendem Rokoko prangt, hell und licht goldstrahlend, der reich geschmückte Hochaltar (1760), die Kanzel (1769) und die Figuren des hl. Florian und Blasius (1765), außerdem vier prachtvolle Beichtstühle (1764) und ein Taufstein von 1600, die Seitenaltäre schuf A. Stöhr, die Blätter stammen von J. Anwander und J. Zink. Die Ausstattung der Kirche ist, bis auf wenige Stücke, einheitlich. Sie stammt aus der säkularisierten Dominikanerkirche in Bamberg und gehört zu den schönsten ihrer Art. Vor der Kirche der alte Ziehbrunnen am Pfarrhof; die Fischmühle mit dem typischen Fachwerk aus dem Jahr 1715; das Bartholomäusspital von 1664 mit Kapelle von 1709 und die kath. Wallfahrtskirche St. Salvator, 1704 von Joh. Leonh. Dientzenhofer über Fundamenten der Vorgängerbauten erbaut und reich ausgestattet. Bildtafeln schmücken das Innere, Altar und Beichtstühle in Barock und Rokoko, die Plastik des Hochaltars schuf L. Gollwitzer, die überschwenglich ausgestattete Kanzel M. Lauter. Die 15 Heiligen an den Brüstungen der Emporen haben Muscheln anstelle der Heiligenscheine, daneben gefällt das Barockgewölbe und ein kleiner Altar (17. Jh.) mit Christusfigur (15. Jh.). Ein Kreuzträgerbild und ein St. Salvator runden die Ausstattung ab.





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