Durch die Fränkische Toskana

Durch die Fränkische Toskana

Skulpturen am Kunst- und Besinnungsweg

Anschauliches zeigt die Bildergalerie

Anfahrt: auf Staatsstraße 2281 über Litzendorf bis 300 m vor Lohndorf

Parken: nach Ellernbach rechts großer Parkplatz

Karte Skulpturenweg

© MagicMaps GmbH, Bayern 3D. Das interaktive Kartenwerk. http://www.magicmaps.de

© Landesvermessungsamt Bayern, TK 1:50.000. http://www.geodaten.bayern.de

Lohndorf - Marienkapelle - Sängerehrenmal - Str. der Skulpturen - Ellernbachfurt - Pavillon - Lohndorf - 8 km - 2 1/2 Stdn.

Am Parkplatz steht als Startpunkt des Kunst- und Besinnungsweges ein ausgehöhlter Baumstamm, in dem sich eine Wegskizze befindet. Bevor wir uns nun aber auf den Weg machen, gehen wir vom Parkplatz erst zurück zur Info-Tafel und zum Kunst-Flurdenkmal Ammoniten. Dieser wurde unter Anleitung des Bamberger Bildhauers Thomas Gröhling von Jugendlichen im Rahmen eines Arbeitscamps aus Natursteinen gemauert.

Danach laufen wir auf den Betonsteinweg Richtung http://Litzendorf. Bald schon treffen wir auf ein Kunstwerk des Skulpturenweges, den Fisch von Norbert Schersel. Wir setzen unseren Weg geradeaus weiter und kommen zur 1. Skulptur des Kunst- und Besinnungsweges mit dem Namen Dreiklang. Sie ist aus Holz, Stein und Metall gebildet.

Wir gehen weiter und treffen auf die Station 2, den Bürgerthron, drei unterschiedliche Stühle aus Edelstahl bildet diese Figur. Bereits wenig später erreichen wir die 3. Station aus Holz, die den Namen Hülle und Kern trägt. Und weiter geht die Entdeckungsreise zur Station 4 dem labyrinthartigen aufgebautem Projekt Saatgut.

Bereits in Sichtweite steht nachfolgend die Marienkapelle, erbaut 1995 durch die Marianische Sodalität Litzendorf zur 200 Jahrfeier. Gegenüber finden wir die Station 5, Güte und Schmerz aus Stein. Zwischen Kapelle und Skulptur führt nun der Weg bergauf zur nächsten Station, dem Mehrfüßler Mensch, ebenfalls aus Stein. Unsere Wanderung setzt sich geradeaus weiter fort. Vor einem Feld steht rechts die Station 7, wieder aus Stein und dem Titel Sich selbst annehmen.

Dem Weg unschwer folgend kommen wir zur 8. Station aus Metall Zeichen. Gerade stoßen wir dann an der Wegeteilung auf das Lebenschiff, der 9. Skulptur. Diese Stelle bietet auch eine schöne Aussicht bis zu den Höhen des Steigerwaldes. Nun steigen wir auf Schotter bergauf und haben bereits die Station 10 vor einer Hecke im Blickfeld. Ihr Titel lautet Ruhe und Bewegung, sie ist wieder aus Edelstahl.

Unweit davon, auf einem kleinen künstlichem Hügel wurde die 11. Station aufgestellt. Mit ihrem Titel Vision weist sie auf Krieg, Folter und andere Unmenschlichkeiten hin. Der K+B-Weg setzt sich nach links fort, da wir uns aber unmittelbar unterhalb des Ehrenmals des Fränkischen Sängerbundes befinden, sollte man den kleinen Umweg und Aufstieg nicht scheuen und es besuchen.

Auf einer Fläche von 20 mal 16 m wurden zwölf Säulen errichtet, die für die zwölf Kreise des Fränkischen Sängerbundes stehen. An den Außenseiten der Säulen sind die Namen der Sängerkreise angebracht. Jede einen Durchmesser von 2 mal 1 m und eine Höhe von 4 Metern.

In der Mitte der in U-Form aufgestellten Säulen steht ein sarkophagähnlicher Altar. Er umhüllt einen Stahlschrank, in dem drei Kupferkassetten verwahrt werden. Am 26. Juli 1953 wurde das Ehrenmal feierlich eingeweiht. 30 Gesangvereinen mit Fahnen und an die 2.000 Besucher nahmen an der feierlichen Handlung teil.

Nach einer Minute der Besinnung und des Gedenkens steigen wir wieder ab zur Station 11 und marschieren zum Wald. Am Rand entlang kommen zu den beiden Stationen 12 und 13, das erste stellt Jugendprojekte dar, das zweite symbolisiert die Verletzbarkeit. Im Wald findet sich danach die 14. Station, ihr Titel lautet Gedankenspirale.

Gleich nach dem Waldstück steht rechts die 15. Skulptur, ein auf den Kopf gestellter Baumstamm mit Wurzelwerk, der Mehrfüßler Natur. Wir folgen dem Weg abwärts bis zur Abzweigung, wo ein riesiger Hackstock mit einem großen Beil steht. Die 16. Station trägt den Namen Gegen die Natur.

Etwas weiter nach links treffen wir auf die Station 17. Der große Rahmen und die geöffnete Tür stehen für das Tor der Menschlichkeit. Noch ein Stückchen weiter abwärts findet sich die 18. und letzte Skulptur des Kunst- und Besinnungsweges von Robert Hoffmann, ein Sinnbild für die Weltreligionen. Geht man von dieser Station weiter bergab, kommt man zum Dreiklang und nach rechts zurück zum Parkplatz.

Wem aber dieser 3,3 Kilometer lange Rundweg zu kurz ist, der geht zurück zur Axt und setzt dort seine Wanderung fort. Dazu folgt man dem Schotterweg weiter hinab. Den Querweg nimmt man nach links und verlässt ihn nach wenigen Schritten wieder nach rechts. Dabei laufen wir an der 350 cm hohen Skulptur Ohne Titel von Robert Kögel, aus einem Eichenstamm und angefügtem Gusseisen, vorbei.

Kurz danach liegt links etwas abseits das Samenkorn vor Apfelbäumen im Gras. Auf dem Weg weiter gehend kommen wir zum Riesenmikado aus Holzstangen von Robert Hoffmann. Wir marschieren weiter, biegen nach einem Stadel rechts in den Querweg und schreiten leicht aufwärts zur Skulptur Tryptichon. Sie ist ein aus drei Teilen bestehendes Tafelbild, aus Kalkstein und hat die Ausmaße 960x280x50 cm.

Vor dem Tryptichon biegen wir links ab und laufen durch eine Senke, in der sich ein Biotop und eine Mariengrotte befindet. Daran vorbei und einen Hügel hinauf, voraus erblickt man bereits die aus Klinker errichtete Skulptur Reißverschluss von Wolfgang Worg, 570x110x70 cm groß. Etwa 150 m danach steht bereits die nächste Skulptur mit dem Titel 12456 von Bisby Saludas. Die Figur ist aus Kalkstein gefertigt und misst 160x80x80 cm.

Dahinter nehmen wir den Querweg links durch eine beidseitige Heckenreihe abwärts. Zweigen dann an der Einfahrt zu einem Gartenhaus rechts ab und erklimmen eine leicht Anhöhe. Oben begrüßt uns mit weit gespreizten Armen die 460 cm große, farbige Eichenfigur Herr Müller der Sieger. Ihn hat Harald Müller geschaffen. In geringer Entfernung steht am Grasweg gleich die nächste Skulptur, genannt Gedankenflug aus Eiche und 190x110x110 cm groß.

Danach geht es bergab, links in einen Betonweg und damit hinunter zur Straße. Davor rechts in den Parkplatz und zur vierteiligen Skulptur Mary und ihre Attribute von Gunnar Peppler, aus Pappel. Am Ende des Parkplatzes steht eine Übersichtstafel der Fränkischen Straße der Skulpturen. Dahinter finden wir die Betonfigur Gesprächsrunde von Matthias Schellenberger.

Nun gehen wir links zur Straße, überqueren sie halbrechts und laufen hinunter zum Ellernbach. Wir überschreiten ihn auf dem Steg neben der Furt und ziehen auf der anderen Seite ansteigend hoch zum Betonweg. Auf diesem wandern wir nach links weiter Richtung Lohndorf. Wir berühren dabei drei Skulpturen und zwar den Virtueller Raum von Ad Freundorfer aus Dolomit/Stahl 220x280x120. Es folgt der Mondstein und die Hotline (Kofferradio).

Bald darauf erreichen wir einen großen Platz mit Kreuz, der als Lager- oder Parkplatz genutzt wird. Rechts geht es hoch zum Landgasthof Ellertal, gerade kann man den Skulpturenweg fortsetzen, was wir später machen und links an einem totem Brunnen vorbei gehen wir hinein nach Lohndorf. Die Lohntalstraße bringt uns zu Am Ellerbach und rechts am neu gestalteten Bachbett entlang zur Ellertalstraße und zur Brauerei-Gaststätte Hölzlein, 96123 Lohndorf, Telefon 09505 / 357, Di Ru.


Vom Gasthaus aus gehen wir links, überqueren die Ellertalstraße und streben aufwärts Richtung Tiefenellern. Steigen dann rechts über Treppen hoch zur Kirche, besichtigen sie und umrunden sie danach rechts oder links. Hinter der Kirche stehen drei weitere Kapellen, eine verschlossene und zwei offene als Ölberg und Grablege gestaltet.

Dann verlassen wir den Kirchhof rechts neben dem Ölberg über Treppen abwärts und ziehen nach links weiter zur Ellertalstraße. Biegen rechts ein und laufen an der Brauerei Reh vorbei zum Ortsende, wo wir rechts in den Parkplatz abzweigen. Vorbei an den bereits bekannten Skulpturen Mary und ihre Attribute und der Info-Tafel.

Vor der Gesprächsrunde wandern wir rechts in den Betonweg und halten uns an der folgenden Kreuzung (rote Raute) links. Der Betonweg führt ansteigend am Wald entlang in Felder und Wiesen. Links unter uns verläuft die Straße nach Tiefenellern. Die Wegbeschaffenheit wechselt, nun haben wir Schotter unter den Sohlen. Doch bald ist es wieder Beton und es geht wieder abwärts.

Nach 50 Metern biegen wir rechts um eine Hecke und schreiten wieder bergauf. Wir folgen dem welligen Schotterweg an einer Obstwiese vorbei immer geradeaus auf das schon sichtbare Tiefenellern zu. Ab dem einzelnen Birnbaum laufen wir wiederum auf Beton weiter, vor einem Nußbaum schwenken wir nach rechts und erreichen den Betonweg hoch zum Stockenberg.

Wir bewegen uns aber durch Pferdekoppeln hindurch talwärts nach Tiefenellern. Marschieren durch den Reiterhof und weitere Gebäude und gehen an der Gabelung rechts. Die Gasse In der Ecke bringt uns zur Ellerbergstraße, die wir vorsichtig zur Kirche hin überqueren. Ein Besuch des Kirchlein ist lohnenswert.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten für den Rückweg nach Lohndorf. Wanderer mit Kindern, Konditions- oder Knieproblemen wählen bitte Variante 1. Wem ein Steilanstieg und -abstieg nichts ausmacht wählt Variante 2 und wird dafür mit einer wunderschönen Aussicht ins Ellertal belohnt.


Tiefenellern -Flurdenkmal - Straße der Skulpturen - Pavillon - Lohndorf - Parkplatz - 3 km - 45 min.


Von der Kirche leicht abwärts zur Brauerei Hönig mit Gasthof Zur Post und gemütlichem Biergarten, Telefon 09505/391, Einkehr immer empfehlenswert. Weiter auf dem Gehsteig Richtung Lohndorf, nach der Bushaltestelle rechts in den Flurbereinigungsweg. Links am Kreuz und dem Flurdenkmal Juraschnecke vorbei. Vor der Scheune rechts und der Verlängerung des Skulpturenweges folgen.

Der Betonweg steigt etwas an und läuft an den südlichen Hängen des Talbodens entlang. An einer Abzweigung steht etwas erhöht ein Pavillon mit Sitzbänken. Ein Stück Weges weiter treffen wir auf die Skulptur Würfelreihe und den quer über den Weg gemalten Teppich, danach rechts ein Wasserbehälter.

Kurz vor Lohndorf treffen wir zum zweiten Mal auf drei Skulpturen und zwar den Virtueller Raum von Ad Freundorfer aus Dolomit/Stahl 220x280x120. Es folgt der Mondstein und die Hotline (Kofferradio). Über den Parkplatz am östlichen Ortsausgang mit Kreuz, unterhalb des Landgasthof Ellertal, Telefon 09505 / 92290 vorbei, wandern wir weiter.

Nach einer Hecke steht die Skulptur Gruppe in Bewegung von Tanja Ivanova. Es folgt eine Gabelung wir folgen der Lohntalstraße gerade aus Lohndorf hinaus. Auf dem letzten Kilometer unserer Wanderung stehen noch drei Kunstwerke. Zuerst erreichen wir die Holzfigur Klotz am Bein von Ulrich Barnickel, es folgt die riesige Pisa Gothica von Karl Maurer und vor der Einmündung in die Staatsstraße die Skulptur Zwiefacher von Ad Freundorfer.

Zum Schluss müssen wir jetzt noch die Straße überqueren, links auf dem Radweg über den Ellernbach zum Ammoniten und rechts zum Parkplatz gehen. Ein schöner, unschwieriger Rundweg mit vielen Eindrücken ist zu Ende.
© Landesvermessungsamt Bayern, TK 1:50.000. Link auf www.geodaten.bayern.de).



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