Ebermannstadt - Wiesenttal - Pretzfeld - Eisenbahn - u>Kirchehrenbach
- Walberla - Wiesenthau - Reuth - Forchheim
Anfahrt:
mit DB nach Forchheim, OVF-Bus weiter nach Ebermannstadt
Ebermannstadt - Wiesenttal - Pretzfeld - Eisenbahn - Kirchehrenbach - 9 km - 2,5 Stdn.
Vom Bahnhof gehen wir durch die Bahnhofstraße zurück, biegen links in die Pretzfelder Straße ein und in der Kurve rechts in Schleifmühle. Wir gehen weiter geradeaus zur Wiesent, wandern links an ihr entlang bis zur Brücke. Dort halten wir uns nach links und ziehen mit dem gelben Querstrich gerade an der Kläranlage
vorbei. Ein Schotterweg führt uns sicher durch den Wiesentgrund. Mit ihm
überqueren wir die Geleise und gehen rechts nach Pretzfeld weiter.
Auf der Straße, an der Trubach aufwärts, ziehen wir nach Pretzfeld
ein. Steigen links zum Schloss hoch, schauen kurz in den Hof, wenn er geöffnet ist, und bewegen uns dann links weiter aufwärts zur St. Kilianskirche. Nach deren Besichtigung schreiten wir gerade abwärts zum Rathaus.
Gehen gerade daran vorbei, links hinter der alten Mühle herum und rechts über
den Trubachsteg. Durchs Mühlgässchen, über die Zufahrtsstraße zur Fruchtsaftkelterei und gerade daran vorbei. Vor dem Tennisplatz leicht links und um ihn herum zum Sportheim. Nach einem Spielplatz setzen wir über einen Bach.
Ein Schotterweg führt nach rechts und links um einen weiteren Sportplatz. Danach über zwei Brücken und geradeaus. Hier bietet sich ein Rück- bzw. Rundblick an, rechts grüßen von der Höhe Burg Feuerstein, Reifenberg und die
Nikolauskapelle. Links erblicken wir den Bergrücken des Walberla oder der Ehrenbürg. Weiter marschieren wir an der Bahn entlang gerade über einen Teerweg. Dann überqueren wir die Bahnstrecke Ebermannstadt - Behringersmühle nach rechts und ziehen links weiter.
Etwas später überwinden wir die Bahntrasse noch einmal und kommen nach rechts zur Straße zwischen Pretzfeld und Kirchehrenbach. Auf dem Gehweg neben der Hauptstraße marschieren wir in das Dorf. Wir überqueren dabei den Ehrenbach und laufen hinein bis zum Gasthaus Zur Sonne, Inh. Fam. Gebhard, Tel. 09191 / 9265 unterhalb der Kirche.
Kirchehrenbach - Walberla - Wiesenthau - Reuth - Forchheim - 9 km - 2,5 Stdn.
Nach der Einkehr gehen wir über die Straße zur Kirche und danach links die Straße zur Ehrenbürg aufwärts. Hier bietet sich ein zweites Gasthaus zur Einkehr an, Zum Walberla, Tel. 09191 / 94765.
Wir steigen weiter geradeaus bergauf, vorbei am Wasserbehälter und der
Abzweigung zum Walberla-Plateau. Auch an der nächsten Wegteilung wandern wir gerade weiter, nehmen dann aber an der nächsten Gabelung den Weg nach rechts. Wenn man schließlich voraus die Dächer von Schlaifhausen erblickt, nimmt man den Feldweg rechts abwärts. Der Weg führt durch den Gaubachgraben und wieder aufwärts nach Wiesenthau.
Wir gehen die Ehrenbürgstraße abwärts, biegen links in die Hauptstraße ein und gehen zu Kirche und Schloss. Vom Schlosshof mit Restaurant steigen wir rechts
über Stufen hinab zur Weiherstraße. Umgehen zwei Weiher und marschieren
auf der Straße hinab ins Tal. Wir überqueren nacheinander Straße und die Bahn
und ziehen auf einem Feldweg leicht abwärts.
Nach einer Überlandleitung folgen wir dem Weg im Linksbogen zur Straße nach Reuth. Diese wird überschritten und auf den Fuß-/Ragweg nach rechts die Wanderung fortgesetzt. Wir wandern bis zum Ortseingang von Reuth, überqueren aber nicht die Brücke über die Wiesent, sondern biegen davor links in einen Teerweg ab.
Wir folgen dem Weg bis zu einem Feldkreuz, gehen an der Gabelung nach rechts und über zwei Brücken gerade zur B 470. Hier rechts zur Ampel, Straße überqueren und die Rotbrunnenstraße gerade aufwärts.
Weiter oben dann "Zur Marter" rechts und noch steiler bergauf. In den Querweg oben biegen wir links ein, an der Marter bietet sich eine Bank mit Aussicht zur Erholung an. Wir folgen nun dem Teerweg geradeaus, wandern an der Gabelung mit Wegweiser Kellerberg nach rechts. Ein Schotterweg führt zur nächsten Gabelung, wo wir links gehen.
Den Weg mit vielen Querrinnen steigen wir hinab, er wird flacher und steigt dann wieder an zur Bergstraße. Dieser Straße folgen wir geradeaus, über eine Kreuzung bis zur Langgasse. Auf dieser schreiten wir nach rechts abwärts zur B 470 und der Straßenbrücke über die Eisenbahn. An der Einmündung in die Adenauer- bzw. Theodor-Heuss-Allee überqueren wir an der Ampel die B 470 und gehen gerade und links zum Bahnhof, von wo man mindestens zweimal stündlich die
Rückfahrt nach Bamberg antreten kann.
Unschwierige, aussichtsreiche Streckenwanderung mit zwei kräftigen Anstiegen, Länge ca. 19 Kilometer.
Einkehrmöglichkeiten: Ebermannstadt, Pretzfeld, Kirchehrenbach, Wiesenthau, Reuth, Forchheim.
Sehenswertes:
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Ebermannstadt, siehe unter 11.
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Pretzfeld,
die kath. Pfarrkirche St. Kilian, von Karl d. Großen gegründet,
bedeutende Landkirche, ist ein Rokokobau mit Werken von Friedrich Theiler und
Wappen des Fürstbischofes Graf von Schönborn. Neubau 1743 durch Joh. M.
Küchel.
Das malerisches Schloss (ländliches Renaissance),
im 12. Jh. entstanden, beherrscht den Eingang ins Trubachtal. Besitzer waren
Bamberger Ministralen, die Wannbacher, die von Wiesenthau und die Stiebar. Das
Schloss wurde 1710 und 1729 völlig umgebaut. Spätere Besitzer waren die
Grafen von Seinsheim, bei denen 1830 König Ludwig I. zu Gast war. Ständige
Gemäldeausstellung, Besichtigung auf Anfrage, Tel. 09194/5640
St. Matthäus-Kirche in Hetzelsdorf, der sog. "Jura Dom" von Hetzelsdorf wurde 1901 im neugotischen Stil errichtet.
Der Judenfriedhof in Pretzfeld: Ungefähr einen Kilometer
oberhalb des Ortes. Vom Wanderparkplatz zu erreichen (Gehzeit ca. 30 Min.).
Der Judenfriedhof in Hagenbach: Außerhalb von Hagenbach inmitten eines Kirschgartens stehen die 200 Grabsteine in Reih und Glied. (Gehzeit ca. 10 Min. ab Ortsmitte Hagenbach).
Die Ruine Dietrichstein: Über dem Trubachtal oberhalb Lützelsdorf befindet sich die Ruine mit dem Berg (454 m) namens Dietrichstein. Diese ist bei einer Wanderung von den Wanderparkplätzen Lützelsdorf/Pretzfeld
bequem zu erreichen.
Pretzfelder Kellerwald: Idyllisch gelegener Kellerwald oberhalb von Pretzfeld. Öffnungszeiten des Kellers von April bis Mitte November von Freitag bis Montag 9.00 - 22.00 Uhr.
Feste und Feiern: Sie können eine Vielzahl von traditionellen Bräuchen und Festen in unserer Gemeinde kennen lernen : z. B. Mitte Juli: Kilian-Kirchweihmarkt im Umfeld der Kirche Pretzfeld
Mitte Juli: Das bekannte Pretzfelder Kirschenfest mit dem prächtigen Trachtenumzug findet alljährlich statt.
Gastronomie: Mit fränkischer Vielfalt (zu vernünftigen Preisen) verwöhnt Sie unsere Gastronomie. Zwei Kleinbrauereien und mehrere Schnapsbrennereien geben Zeugnis der Verwurzelung.
Obstverwertung Fränk. Schweiz, Trattstrasse 7, Pretzfeld:
Zusehen bei der Ablieferung und Weiterverarbeitung der Kirschen und anderer
Obstsorten während der Erntezeit. Verschiedene Obstsäfte (Bioapfelsaft,
Kirschsaft u.v.m.) kann hier erworben werden. Tel. 09194/9535
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Kirchehrenbach, wurde schon 1007 durch Kaiser Heinrich erwähnt. Die Kirche mit romanisch begonnenem Turm, erhielt in gotischer Zeit den hohen spitzen Helm mit Ecktürmchen. Die heutige Kirche wurde 1766 nach den Plänen von Küchel erbaut. Die Altarausstattung stammt von Mutschler und Theiler. Renaissance-Grabmäler.
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Ehrenbürg, sie erhebt sich als weithin sichtbarer Inselberg über das Wiesenttal. Die Ehrenbürg besteht aus dem Walberla und dem Rodenstein. Ein bis zu 2,5 m hoher und 15 m breiter Ringwall bildete mit den natürlichen Felsklippen eine Befestigung. Erste Besiedelung in der Jungsteinzeit (Buntkeramikfunde). Funde auch aus der Hügelgräberbronzezeit. In der Frühlatenzzeit wurde die Befestigung vervollständigt und es entstand eine frühkeltische, stadtähnliche Siedlung. Die Befestigung wurde auch zur römischen Kaiserzeit benutzt.
Die Walpurgis-Kapelle steht an einem sagenumwobenen Standort, sie wird 1360 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte aber wesentlich älter sein. Der heutige Bau stammt aus dem 16/17. Jahrhundert. Die wertvollen Figuren der hl. Walburga, der Brüder Willibald und Wunibald wurden 1962 geraubt.
Alljährlich am ersten Wochenende im Mai findet das Walberlafest statt.
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Wiesenthau, am Südhang der 532 hohen Ehrenbürg. 1062 in der Urkunde der Schenkung an das Bistum Bamberg erwähnt. 1128 wird ein Ministerialengeschlecht von und zu Wiesenthau beurkundet. Um diese Zeit dürfte die Burg entstanden sein. Im Hussitenkrieg 1430 und bei den Bauernaufständen von 1525 wurde viel zerstört.
Doch schon 1529 gelang der Wiederaufbau des Süd- und Westflügels. Zwischen
1560 und 1566 wird der äußere Mauerring mit dem Tor errichtet. Wichtigster
Teil aber ist die Errichtung des dreigeschossigen Ostflügels mit dem Rittersaal, der das ganze obere Stockwerk einnimmt. Als Zugang wurde extra ein Turm mit Wendeltreppe angefügt. Nach 1608 beginnt der wirtschaftliche Niedergang des Geschlechtes. 1814 stirbt das Adelsgeschlecht aus. 1819 geht das Schloss an die Freiherren von Sturmfeder-Horneck aus dem benachbarten Thurn. Sie behalten es etwa 100 Jahre, danach wechseln in rascher folge private Besitzer, heute ist es ein Hotel.
Die Pfarrkirche St. Matthäus schließt sich an das Schloss an und war ehemals die Schlosskapelle, 1410 war schon eine Kirche vorhanden. Der älteste Teil der heutigen Kirche ist der Turm, er stammt aus dem Jahre 1525. 1868/69 wurde die Kirche im neugotischen und neu romanischen Stil restauriert. 1901 erweiterte man das Langhaus um eine Fensterachse und es wurde ein Chor angebaut. Der Kirchturm ist 36 m hoch und hat vier Geschosse, gekrönt von einem Spitzhelmdach mit Kreuz und Wetterhahn.
Die alten Glocken von 1586 und 1706 wurden im 1. und 2. Weltkrieg alle eingeschmolzen, es blieb nur die kleine Sterbeglocke erhalten.
Heute hängen wieder 4 Glocken im Turm, seit 1949.Die Innenausstattung der
Kirche enthält drei frühbarocke, jedoch im Stile des Klassizismus (1770 -
1830) überarbeitete Altäre und einen Volkaltar. Der Hochaltar stammt aus der
Zeit von 1670 - 1690. In der Mittelnische steht der Kirchenpatron St. Matthäus.
Die Seitenteile schmücken der Erzengel Michael und der Evangelist Johannes,
entstanden um 1500.Das umrahmte Ovalbild im Auszug zeigt Gottvater mit der
Weltkugel. Im rechten Seitenaltar steht der hl. Sebastian, in der Auszugsnische
der hl. Jakobus. Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar mit einer wertvollen
Immaculatafigur im Strahlenkranz von Friedrich Theiler aus Ebermannstadt.
Das Taufbecken entstand zwischen 1780 und 1800, die Kanzel aus dem Jahre 1868.An der Spitze des Chorbogens hängt eine scheibenförmige Reliefdarstellung der Krönung Mariens aus dem 17. Jahrhundert. Rechts vom Hochaltar steht die kostbarste Figur der Kirche, die Muttergottes im Strahlenkranz. Nach 1500 in der Werkstatt des Bildschnitzers Nußbaum entstanden. Wahrscheinlich eine Stiftung aus Schlaifhausen. An weiteren Figuren hängen ein Vesperbild um 1500, Gott Vater mit dem Gekreuzigten, die Benediktinerheilige Walburga, sowie die hl. Ottilie und der hl. Wendelin von Theiler um 1800, St. Anna mit Maria, St. Josef mit Jesusknaben und eine Herz-Jesu-Figur. Das Deckengemälde Maria Himmelfahrt ist ein Werk des Münchner Malers Johann Wittmann von 1948. Vier Epitaphen der Herren von Wiesenthau stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Zwischen Turm und Langhaus befindet sich ein Ölberg aus der Werkstatt Theiler.
Das Patronatsfest von Wiesenthau wird am 21. September gefeiert.
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Forchheim, liegt am Zusammenfluss von Regnitz und Wiesent. Die Gegend war bereits 2000 Jahre v. Chr besiedelt, was durch zahlreiche prähistorische Funde belegt ist. Anlage eines Königshofes um 750 n. Chr., im Jahre 805 urkundlich von Karl d. Großen erwähnt. Im Mittelalter mehrfach Schauplatz von Reichs-, Fürsten- und Kirchenversammlungen.
Drei Könige wurde in FO gewählt, 900 Ludwig das Kind, 911 Konrad I. Und 1077
Rudolf von Rheinfelden. Anfang des 13.Jh. Stadtrecht, bis 1803 bambergisch, kurz
preußisch, 1806 bayerisch. 1843 erreicht die Stadt der Ludwig-Donau-Main-Kanal,
1844 die Eisenbahn, 1889 kreisfreie Stadt. 1968 Hafenstadt durch
Rhein-Main-DonauKanal, 1972 Große Kreisstadt.