10.09.2010, 23:04 Uhr
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An der Wiesent entlang Teil 3

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Nankendorf - Plankenfels - Hubenberg - Saugendorf - Rabeneck - Pulvermühle - Waischenfeld - Nankendorf

Anfahrt: mit Pkw über Geisfeld, Teuchatz, Heiligenstadt, Abzweigung nach Aufseß, Hochstahl, Richtung Plankenfels, bei Eichenmühle nach Wiesentbrücke rechts nach Nankendorf.

Parken: vor Wiesentbrücke links im Hof der ehemaligen Polster-Bräu

Nankendorf - Plankenfels - Hammer - Hubenberg - Saugendorf - Rabeneck - 9 km - 2,5 Stdn.

Vom Parkplatz gehen wir zur Wiesentbrücke zurück, überqueren sie und die Straße und biegen danach rechts ab Richtung Aalkorb. Wir folgen der Teerstraße durch die Häuserzeile, nach dem Möbelhaus hört der Teer auf. Vorbei am E-Werk, dann am Kanal entlang ziehen wir wiesentaufwärts. Am Stauwehr wenden wir uns scharf links und schreiten oberhalb der Wiesent dahin. Bald erreichen wir die Truppachmündung und gehen weiter zur Staatsstraße 2188. Auf dieser gehen wir 150 m nach links, überqueren sie rechtzeitig und vorsichtig vor der Kurve und steigen dann rechts hinab zur Eichenmühle.

Nach der Brücke wandern wir den Hirtenberg nach links und erklimmen nach einem Haus über einen Pfad und Treppen den Berghang hinauf nach Plankenfels. Oben ziehen wir links über den Schloßanger, gehen rechts und am Parkplatz des Landgasthofes Goldenes Lamm links zum Schloß. Davor über den Pfad rechts und gleich links abwärts zur Wiesent und gerade weiter zum Übergang bei Hammer. Danach steigen wir durch einen Hohlweg im Wald aufwärts, gehen dann am Lichtungsrand entlang und geradeaus zur Marienkapelle und einem Bildstock von 1770. Hier wenden wir uns nach links, wandern am Waldrand entlang, vorbei an einem Wasserbehälter und einem Kreuzstein. Wir dringen in den Wald ein und durchqueren ihn. Unser Weg mündet in die Staatsstraße 2188, auf der wir 350 Meter nach rechts laufen. Nun biegen wir links in einen fast verschwundenen Feldweg ein und steigen schließlich auf dem Feldrain aufwärts.

Vorm Wald zweigen wir links in den Querweg ein und gehen zur Staatsstraße 2186, darauf etwa 50 m nach links. Nun rechts an einem fast zugeschütteten Hohlweg entlang zum nachfolgenden Querweg. Mit diesem nach rechts zu mehreren Geräteschuppen, am ersten befindet sich in der Hausecke eine Madonna. An der Gabelung direkt danach wandern wir rechts aufwärts zum Wald. Durchqueren ihn, ziehen dann durch eine Senke und aufwärts Richtung Scheunen. An der Einmündung in den Kirchenweg wenden wir uns links und steigen abwärts nach Nankendorf. Am Teerbeginn biegen wir rechts in den Kirchberg ein und marschieren geradeaus, an einem Bauernhof vorbei, zum nächsten Teerweg. Mit diesem steigen wir den Berg hinauf und wandern oben Am Lochberg gerade in einen Feldweg. Dem Weg folgen wir bis zur Gabelung, wo wir links in Serpentinen aufwärts streben.

Nach einem Schuppen gehen wir an der Gabelung links, überschreiten eine große Lichtung und schlüpfen durch eine Waldzunge. Danach gehen wir gerade weiter, auch an der folgende Kreuzung mit Wegweiser Richtung Hubenberg. Es folgt ein Stück Weg durch Felder, vorbei an einem Hochsitz, dann ziehen wir durch einen Waldstreifen und danach aufwärts nach Hubenberg. An der Durchgangsstraße gehen wir rechts in den Ort zur Einkehr im Gasthaus Polster Tel. 09202 / 244.

Hubenberg - Rabeneck - Wiesenttal - Waischenfeld - Nankendorf - 10 km - 2,5 Stdn.

Vom Gasthaus gehen gerade über die Straße in die Abzweigung nach Seelig. Am Ortsende, vor einer Garage, wandern wir mit der Markierung blauer Querstrich links Richtung Saugendorf. Vorbei an einem Bildstock von 1870/71 ziehen wir zum, in und durch den Wald, unterwegs wechselt die Markierung zum grünen Ring. Wir durchschreiten eine Senke und erreichen aufwärts Saugendorf. An der Hauptstraße, nach einer Info-Tafel, wenden wir uns nach links, kommen vorbei an der kleinen Kapelle von 1897 und kurz danach der Gaststätte Stenglein.

Am Ortsende folgen wir dem roten Ring und Wegweiser Rabenecker Mühle nach rechts. Um eine Kurve steigen wir abwärts und erreichen auf einem schönen Waldweg das Wiesenttal. Kurz vor der Talstraße öffnet sich der Blick auf die Rabenecker Mühle und hoch darüber die Burg Rabeneck. Wir überschreiten die Straße nach rechts, gehen auf dem Steg über die Wiesent und halten uns im Mühlhof links. Wir kommen zum Ort Rabeneck, im ehemaligen Gasthaus steckt eine Schwedenkugel von 1632, und wiesentaufwärts die Waldpension Rabeneck. Wir überschreiten die Straße nach Schönhof, auch den nachfolgenden Wanderparkplatz und wandern neben der Wiesent dahin. Bald erreichen wir die Ausflugsgaststätte und ehemalige Pulvermühle, gehen daran vorbei und ebenso an der bald erreichten Hammermühle.

Zwischen Wiesent und Straße marschieren wir durch die Vorstadt hinein nach Waischenfeld. Von links oben grüßen der Pavillon, die Aussichtskanzel, das Schloß, die Kirche und das Wahrzeichen, der Steinerne Beutel. An der Wiesentbrücke gehen wir geradeaus in die Fischergasse weiter, Richtung Freibad, dabei vorbei an der Geißelkapelle. Wenn der Weg links zum Freibad führt, gehen wir geradeaus an Wegkapelle, Steinkreuz und Kreuzstein vorbei, bergauf zum Hainzenberg. Weiter oben an der Gabelung nehmen wir den Weg nach rechts, überqueren die Hochfläche, gehen wieder rechts durch Wald und dann weglos am Waldrand entlang. Auch um eine Waldecke, dann vor einem Acker nach rechts, der Feldweg führt um zwei Ecken zur Au-Kapelle. Daran vorbei steigen wir abwärts, auf dem Auberg kommen wir nach Nankendorf. Unten gehen wir vor dem Wiesentwehr mit der über 300-jährigen Mühle dahinter rechts und vorm Feuerwehrhaus links. An der Einmündung in die Straße nach Wohnsgehaig gehen wir links und erreichen nach wenigen Schritten den Parkplatz.

Abwechslungsreiche, mittelschwere Wanderung mit leichten Auf- und Abstiegen, Länge ca. 20 km.

Einkehrmöglichkeiten: Nankendorf, Plankenfels, Hubenberg, Saugendorf, Waldpension Rabeneck, Pulvermühle und Waischenfeld.

Sehenswertes:

- Nankendorf, älteste Pfarrei in Ostfranken, bestand schon vor Gründung des Bistum Bamberg (1007). Kath. Pfarrkirche St. Martin, heutige Form entstand 1746-48 auf der Anlage einer Kirchenburg aus dem 15. Jh, die bis auf die heutigen Mauerreste 1816 abgebrochen wurde. Die Kirche wurde vom Waischenfelder Baumeister Wenzel Schwesner/Schwesinger (1710 - 1772) erbaut, entworfen von Michael Küchel und am 8. Oktober 1748 von Fürstbischof Anton Philipp von Frankenstein eingeweiht. Das Innere des Gotteshauses hat eine barocke Einrichtung (Orgel von Dresel aus Hollfeld, Kreuzweg von Link aus Kronach, und ist mit reichem Schmuck an alten Statuen ausgestattet. Besonders wertvoll sind die beiden Reliefbilder vom Bamberger Hans Nußbaum mit den Heiligen Kaiser Heinrich und Gemahlin Kunigunde, sowie der HL. Stephanus, Laurentius und ein Wendelin vom Ebermannstädter Friedrich Theiler. Neben dem Hauptportal stehen ebenfalls Statuen des Bamberger Kaiserpaares. Seit Okt. 1984 ist die Kirche ein besonders schutzwürdiges Baudenkmal (Haager Konvention).

300 Jahre alte Mühle am Wiesentwehr.

Aukapelle, der Muttergottes geweiht, schon 1718 als Marter in einer Jagdkarte eingezeichnet.

Dreifaltigkeitsmarter, 2 m hoch, so könnte früher auch die Aukapelle ausgesehen haben. Das Gemälde der Marter zeigt die Krönung der Muttergottes durch die hl. Dreifaltigkeit vom Waischenfelder Kunstmaler Hans Braun. Mehrere Sagen, eine erzählt, daß ein Bauer von seinem Fuhrwerk geköpft wurde, eine andere bezieht sich auf das wütende Heer in den zwölf Nächten.

- Plankenfels, (393 m), kath. Kirche, Schloß

- Hubenberg, Kapelle

- Saugendorf, Kapelle von 1897 mit schönem kleinem Hochaltar.

- Burg Rabeneck, hoch über dem Wiesenttal,

- Pulvermühle, ehemalige Pulvermühle, heute Ausflugsgaststätte

- Waischenfeld, erste Ansiedelung wohl um 800 n. Chr., 1079 wird ein Edelgeschlecht von Waischenfeld genannt, 1122 urkundliche Erwähnung der Burg, 1300 Burg und Dorf werden Schlüsselberger Besitz, 1316 Marktrecht, 1322 Stadtrecht durch König Ludwig von Bayern, 1349 zum Hochstift Bamberg, 1430 durch die Hussiten, 1553 im Markgrafenkrieg und im 30jährigen Krieg abgebrannt. 1806 zu Bayern, 1972 bei Gebietsreform vom Landkreis Ebermannstadt zum Landkreis Bayreuth.

- Burg, Oberamtsschloß (18. Jh.) heute Haus des Gastes mit Heimatmuseum,

- Steinerner Beutel (Wahrzeichen) Rundturm, Überbleibsel des Schlosses derer von Eyb aus dem 15. Jh.;

- kath. Pfarrkirche St. Johannes d. Täufer 14. Jh. mit gotischem Doppelchor (1550/51) und Langhaus (1750-56), fünffarbige Chorfenster von 1896, Hochaltar;

- Annakapelle mit Ossarium (Beinhaus);

- Stadtkapelle St. Lauritius mit Rosenkranzmadonna und wertvoller Barockeinrichtung

- Stadtmühle, von 1698 mit intaktem Wasserrad (5,5 m Durchmesser)

Ortsteile: Aalkorb, Breitenlesau, Doos, Eichenbirkig, Gösseldorf, Hammermühle, Hannberg, Heroldsberg, Hubenberg, Köttweinsdorf, Kugelau, Langenloh, Löhlitz, Nankendorf, Neusig, Pulvermühle, Rabeneck, Saugendorf, Schönhof, Seelig, Siegritzberg, Zeubach.

  

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