Gößweinstein - Tüchersfeld - Tiefer Grund -
Kleinlesau - Zauppenberg - Schneiderloch - Neumühle - Rabenstein -
Oberailsfeld - Unterailsfeld - Hungenberg - Kohlstein - Behringersmühle -
Gößweinstein
Anfahrt:
mit Pkw über A 73 bis Ausfahrt Buttenheim,
Landstraße nach Ebermannstadt, B 470 über Streitberg und Muggendorf nach
Behringersmühle, Abzweigung rechts nach Gößweinstein, Kreuzung links zum
Schwimmbad
Parken: am Schwimmbad
Gößweinstein/Schwimmbad - Tüchersfeld - Tiefer Grund -
Kleinlesau - Zauppenberg - Schneiderloch - Neumühle - 9 km - 2,5 Stdn.
Vom Parkplatz am Schwimmbad gehen wir links bergauf,
folgen der Markierung schwarzer Ring. Oben an der Gabelung stoßen
wir auf die Schilder des Vita-Parcours, die uns nun den Weg weisen. Bei
der Station 5 wandern wir in den Wald, gehen an der folgenden
Gabelung nach rechts und aufwärts. An der 8. Station verlassen wir den Trimm-dich-Pfad
nach links und steigen einen kurzen Anstieg hinauf. Oben treffen wir wieder den Parcours
und folgen ihm geradeaus zum August-Sieghardt-Felsen, den wir besteigen
und die Aussicht zur Basilika und Burg Gößweinstein
genießen. Nach dem Abstieg schreiten wir links durch den Wald weiter, verlassen
dann den Wald, rechts der Wallfahrtsort, und ziehen auf dem Wiesenweg nach
rechts Richtung Wald. Davor erreichen wir einen Teerweg, dem wir nach links
folgen.
Vorbei an einer verwitterten Kreuzwegstation marschieren wir mit der
Markierung schwarzer und roter Punkt am Waldrand entlang.
Bald dringen wir in den Wald ein und gehen abwärts. An der nächsten Gabelung
(Wegweiser) halten wir uns links und steigen gemütlich ab nach Tüchersfeld.
An der Marienkapelle gehen wir links vorbei, überschreiten die Püttlach
und B 470!! und gehen gerade in den Ort. An der Kreuzung wenden
wir uns nach links, besichtigen kurz die Kirche und ziehen unter dem Fahnenfelsen
vorbei. Wir wandern aufwärts zum Parkplatz und Einstieg für den
Aussichtsfelsen, der Hin- und Rückweg dafür ist der gleiche.
Nun an der
Straßengabelung mit dem grünen Punkt rechts, nach 250 Meter
links in Feldweg und durch den Tiefen Grund. Im Grund kommen wir
an zwei Höhlen vorbei, dem größeren Kühloch und dem Pferdsloch,
schmale Steige führen hoch zu ihnen. Wir ziehen weiter durch das stille,
romantische Waldtal, vorbei an den Drachenkopffelsen, bis zur Straße
zwischen Pottenstein und Oberailsfeld, die wir nach halbrechts
überschreiten, um gleich scharf links in einen Waldpfad einzubiegen. Der Pfad
führt durch den Wald, dann am Waldrand entlang leicht aufwärts.
In den
folgenden Querweg biegen wir links ein und wandern im Bogen nach Kleinlesau.
Vor dem Ort gehen wir rechts einen Wiesenweg hoch zur Straße, marschieren am Wanderparkplatz
mit Sitzgruppe vorbei und nehmen an der Gabelung mit Linde und kleiner Grotte den Weg nach links. Wir wandern auf dem Schotterweg an einem
Wäldchen entlang, nehmen an der dreifach Gabelung den Mittelweg und kommen bald
zur Straße nach Pfaffenberg. Wir halten uns aber links und gehen auf der
Straße ins Tal und steigen wieder auf nach Zauppenberg. Im Ort ziehen
wir mit der 1. Abzweigung (Wegweiser Neumühle) nach links und verlassen
das Dorf. Zwischen Maschinenhallen hindurch geleitet der Weg nach rechts,
abwärts und über eine Lichtung in den Wald.
Eine Pfadspur führt abwärts ins Ailsbachtal,
zuvor ist noch eine Gabelung nach links zu nehmen. Auf einem Steg geht es über
den Ailsbach, rechts an der Straße entlang bis zum Ende des
Brückengeländers, dann links über die Straße in die Einfahrt zum Gasthaus Neumühle, Inh. Fam. Hösch,
Tel. 09202 / 228
Neumühle - Rabenstein - Oberailsfeld - Unterailsfeld -
Hungenberg - Kohlstein - Behringersmühle - Gößweinstein - 9 km - 2,5 Stdn.
Nach einer evtl. Einkehr gehen wir zurück zur Einfahrt,
wenden uns aber nach links und steigen im Wald über einen Pfad mit vielen
Stufen auf zur Burg Rabenstein. Dabei gibt es fast oben zwei
Möglichkeiten sie zu erreichen: a) rechts, bald aus dem Wald und mit
Querweg nach links oder b) links auf dem Promenadenweg. Vom
Parkplatz vor der Burg gehen wir gerade zur Straße und auf ihr gut 500
Meter nach links. Kurz vor einem Bauernhof zweigen wir links in einen
Feldweg ab, schreiten durch die Fluren und steigen im Wald dann ab nach Oberailsfeld.
Nach Erreichen des Ortsschildes ziehen wir auf der Straße in und durch den Ort,
vorbei an der Kirche und dem Gasthaus Heldbräu. Die
Talstraße und den Ailsbach überqueren wir und steigen am Bau der Heldbräu
vorbei aufwärts. Hinter dem Haus folgen wir dem Talweg nach rechts und dringen
bald in den Wald ein. Davor sollten wir uns noch einmal umdrehen und den Blick
nach oben zum Radler auf dem Felsen erheben. Auf einem schönen Hangweg
erreichen wir nach kurzer Zeit Unterailsfeld. Wir gehen rechts in den
Ort, überqueren die Straße, ziehen am Backofen und Gasthaus Heinlein
vorbei, und biegen danach links ab Richtung Hungenberg. Aufwärts geht es
aus dem Ort und gerade in den Wald, der Weg darin wird immer steiler. Der Wald
öffnet sich wieder, wir wandern aufwärts über eine Lichtung und einem
Schotterweg nach Hungenberg. Im Ort schreiten wir weiter bergauf, gerade
an der Kapelle vorbei.
Am Ortsende gehen wir an der Gabelung links
Richtung Kohlstein. Auf der Straße kommen wir dorthin, gehen am Wirtshaus
zur fröhlichen Runde (kernige Bauernbrotzeiten) rechts, ebenso an der
nächsten Gabelung. Nun gerade aus dem Dorf, vorbei an einer Sitzgruppe und am Vogelherd
(Flurname), einem Aussichtspunkt. Bald führt der Weg in den Wald und abwärts
nach Behringersmühle. In den Querweg unten im Tal biegen wir rechts ein,
schreiten an Ferienpensionen vorbei, und folgen dem Weg im Linksbogen zur
Brücke über den Ailsbach. Unmittelbar danach zweigen wir links in einen
Fußweg ein und gehen am Bach entlang zu dessen Mündung in die Püttlach. Die Püttlach selbst ergießt sich nach etwa 150 Metern in die
Wiesent.
Dann unterqueren wir die B 470 und überschreiten danach den Püttlachsteg
nach links. Am anderen Ufer gehen wir kurz nach links, dann rechts auf der
Straße nach Gößweinstein aufwärts. Nach kurzem Anstieg über queren
wir die Straße und steigen links in Karl-Brückner-Anlage ein. Über
Stufen und einen steilen Pfad steigen wir aufwärts bis zum Aussichtspunkt.
Wir verlassen den Steig nach links (Wegweiser Höhenbad), kommen bald aus
dem Wald, überschreiten eine Lichtung und kehren auf dem Vita-Parcours
zurück zum Parkplatz am Schwimmbad.
Mittelschwere, aussichtsreiche Rundwanderung mit einigen
Steilanstiegen, Länge ca. 18,5 km
Einkehrmöglichkeiten: Gößweinstein, Tüchersfeld,
Kleinlesau, Neumühle, Burg Rabenstein, Oberailsfeld, Unterailsfeld, Kohlstein,
Behringersmühle
Sehenswertes:
-
Gößweinstein,
Wallfahrtskirche (Basilika) zur hl. Dreifaltigkeit.
Großartige Barockkirche mit zwei mächtigen Türmen und herrlicher
Hauptfassade. Erbaut anstelle einer Kapelle in den Jahren 1730 bis 1739 durch
den Fürstbischof Karl Graf von Schönborn nach den Plänen des berühmten
Würzburger Hofbaumeisters Balthasar Neumann. Eine der schönsten und
künstlerisch wertvollsten Kirche Frankens. Prachtvolle Stuckaturen und
Malereien, die 200 Jahre dauerten, bis sie fertiggestellt waren. Der imposante
Hochaltar birgt das Gnadenbild der Hl. Dreifaltigkeit vom Baumeister Johann
Michael Küchel. Er bildet zusammen mit dem Marien- und Kreuzaltar ein Dreieck -
Hinweis auf den Grundgedanken der Dreifaltigkeit. Votivkammer, in der
Wachsfiguren, Puppen und Tafeln als Dank für Gotteserhörungen gesammelt
werden. Über dem Hauptportal mit Freitreppe das Wappen der Grafen von
Schönborn. An der Außenwand des Chores Grabdenkmal der freiherrlichen Familie
von Mengersdorf/Würzburg, ein interessantes Kunstwerk aus dem Jahre 1588.
Neben der Kirche das schlossähnliche Pfarrhaus. Am
Giebel das Wappen des Fürstbischof Freiherr Phil. Anton von Franckenstein
(1747)
Franziskanerkloster, erbaut 1723 durch Fürstbischof
Lothar Franz von Schönborn, dessen Wappen über dem Portal.
Daneben die Klosterkirche St. Maria, errichtet 1631
durch Fürstbischof Fuchs von Dornheim. Zwischen dieser und dem Kloster die
frühere Begräbnisstätte der Mönche. Daneben die Marienkapelle mit dem
perspektivisch gestalteten Gitter von 1725
Burg, mit zinnengekröntem 17 m hohen Bergfried, auf
steilem Fels 150 m über dem Wiesenttal thronend. Wundervoller Tiefblick und
Fernsicht über die Fränkische Schweiz. Burgkapelle mit interessanten Malereien
und spätgotischen Figuren des hl. Florian (1490) und der Muttergottes (um
1500). 40 m tiefer Ziehbrunnen und 7 m tiefes Verlies. Das Innere des Schlosses
ist in gotischem Stil eingerichtet. Die Erbauung der Burg „Gozwinstein“ geht
bis ins frühe 11. Jahrhundert zurück. Sie gehörte bis 1347 den
Schlüsselbergern und wurde dann jahrhundertlang (bis 1803) ein Amtssitz der
Bamberger Bischöfe. Im Bauernkrieg 1525 und in den markgräflichen Kriegen
wiederholt zerstört, 1767 abermals aufgebaut. 1803 fiel sie an den bayerischen
Staat. Ab 1859 Rentamtssitz. 1890 durch Freiherrn von Sohlern käuflich erworben
und renoviert, dabei erhielt die Burg den mittelalterlich wirkenden Zinnenkranz.
Ortsteile: Behringersmühle, Kohlstein, Leutzdorf, Moritz,
Sachsenmühle, Stempfersmühle, Wichsenstein,
-
Tüchersfeld,
bietet einen der schönsten, aber auch bekannter Anblicke in der Fränkischen
Schweiz. 1243 erstmals mit zwei kleinen Burgen urkundlich erwähnt, nach der
Verwüstung der unteren Burg im 30.-jährigen Krieg wurde dann 1760 der Judenhof
errichtet. Die Häuser, in denen im 18. und 19. Jahrhundert Juden wohnten, ist
seit 1985 Sitz des Fränkische Schweiz Museums. Vom Aussichtsfelsen Fahnenstein
hat man einen eindrucksvollen Blick über das Tal. Die letzten Stufen des
Aufstiegs stellen Relikte der zweiten Burg dar, die im 13. Jh. als Amtburg
diente. Kirche. Imposanter Fachwerkbau der im Jahre 1575 erbauten Mühle.
Fränkische-Schweiz-Museum, das Landschaftsmuseum von
überregionaler Bedeutung mit reichen, übersichtlich gegliederten Ausstellungen
zu Geologie, Ärchäologie, Geschichte, Bäuerlicher Wohnkultur und
Arbeitsweisen, Handwerksgeräte und Zunftwesen, Trachten, Brauchtum,
Volksfrömmigkeit und Judentum vermittelt einen Überblick über alle Aspekte
des Raumes.
-
Neumühle,
OT Ahorntal, im Ailsbachtal unterhalb von Burg Rabenstein, Gasthof - Pension.
-
Burg Rabenstein, wurde 1180 von
den Waischenfeldern erbaut. Sie hatte viele Besitzer. Auch wurde sie mehrmals
zerstört und wieder aufgebaut. 1570 wurde die Burg von Daniel von Rabenstein
mit einer dreiflügeligen Renaissance-Anlage, die einen offenen Burghof
umschloss, und einem Treppenhaus versehen, das Zugang zum Rittersaal war. Im 30.
-jährigen Krieg wurde die Burg niedergebrannt, Graf von Schönborn ließ die
Ruine 1830 neu gestalten und im ehemaligen Burghof ein idyllisches
Blumengärtchen anlegen. 1976 wurde die Burg zu einem Hotel umgebaut, wobei das
Blumengärtchen verschwand. Falknerei, Privatbesitz
Burg Rabenstein - Geschichtlicher Abriss
Wer noch vor einigen Jahrzehnten auf der Straße von Behringersmühle
nach Bayreuth fuhr, gewahrte drei Kilometer
nach Oberailsfeld bei einer Talwindung
plötzlich vor sich die malerische Burg Rabenstein, die Perle des Ailsbachtales.
Der älteste, ruinöse Bau - ganz vorne auf der Felsenspitze - ist im
letzten Viertel des 12. Jahrhunderts entstanden. Dieser kleine Ansitz gehörte
zur Herrschaft Waischenfeld und kam nach dem
Erlöschen der dortigen Dynasten an deren Erben, die Schlüsselberger. In diese
Zeit - wohl kurz nach 1219 - fällt der Ausbau der Vorburg. Der alte
Brückenbogen, der beide Wehrbauten verband, ist noch heute aus den Bauelementen
zu erkennen.
Nach 1188 tritt ein Ministerialengeschlecht urkundlich
hervor, das sich nach der Burg nannte. Es führte den Raben im Wappen. Doch im
Laufe des 13. Jahrhunderts hatte es den Sitz Rabenstein aufgegeben und sich ins Ahorntal
zurückgezogen. In der Folge saßen die Groß auf der Burg; sie nannten sich
nach ihr Groß von Rabenstein. Als die Schlüsselberger 1347 erloschen, gelangte
das Felsenschloss an die Burggrafen von Nürnberg,
die es an verschiedene Adelige verliehen. 1400 übernahm Konrad von Aufseß
die Burg. Dabei musste er sich dem Burggrafen gegenüber verpflichten, innerhalb
von drei Jahren 900 Pfund Heller in sie zu verbauen. Dieser Passus lässt den
Schluss zu, dass Rabenstein im Verlauf des Städtekrieges 1388 in
Mitleidenschaft gezogen wurde, zumal das nur drei Kilometer entfernte Rabeneck
ja tatsächlich eingenommen wurde. Im Hussitenkrieg scheint das Schloss
verschont geblieben zu sein. Doch der Fürstenkrieg zwischen dem Markgrafen
Albrecht Achilles von Brandenburg und Herzog Ludwig von Baiern-Landshut brachte
1460 die Zerstörung Rabensteins. Als nämlich 1489 Konz von Wirsberg von den
Markgrafen Friedrich und Siegmund mit dem Burgstall und Wale (= Stelle einer
ehemaligen Burg) Rabenstein belehnt wurde, war dies an die Bedingung eines
Wiederaufbaues innerhalb von acht Jahren geknüpft. Wörtlich bekannte der
Wirsberger: . . . das ich oder mein erben das vermelt wale Rabenstein in acht
jaren den nebsten mit purcklichen paw zurichten und bezymern sollen ...
Der Neubau umfasste Vor- und Hauptburg; hinzu kamen die
beiden Zwinger und die Halbrundtürme im Westzwinger sowie der heute noch
stehende runde Wartturm auf überhöhtem Fels östlich des inneren Tortraktes.
Nach dem Chronogramm 1495 am äußeren Tor war der Bau bereits nach sechs Jahren
wieder aufgeführt.
Von den Wirsberg ging das Lehen kurz an die Stiebar und
schließlich 1557 an die Rabenstein über, die damit nach etwa drei
Jahrhunderten ihren alten, namengebenden Stammsitz zurück erworben hatten.
Daniel von Rabenstein ließ 1570 die Burg entscheidend umbauen. In der Vorburg
entstand eine dreiflügelige Renaissance-Anlage, deren Haupttrakt im Westen
stand, von dem zwei Seitenflügel nach Osten vorsprangen und die dabei einen
nach Osten offenen Innenhof bildeten. In ihm befand sich der runde Wartturm aus
der Wirsberg-Periode und nun neu ein ebenfalls runder Treppenturm, dessen Ruinen
bis 1829 standen. Seine gerundeten Fundamente waren noch 1974 im Keller unter
dem Schlossgärtchen zu erkennen. Weiter fasste Daniel von Rabenstein die beiden
Burgteile baulich zusammen. Graben und Felsspalt, die bisher Haupt- und Vorburg
getrennt hatten, wurden zugemauert; der einstige Brückenbogen ist noch immer im
Mauerwerk sichtbar. Ein weiterer Treppenturm führte zu den Räumen des sog.
"Rittersaales", dem Bau auf der äußersten Südspitze. Die Wappen
Daniels von Rabenstein und seiner Gemahlin Margarete von Kerppen zieren noch
heute das Schlossportal, das nun - ebenfalls im Jahre 1570 - nach Einwölbung
des ursprünglichen Vorhofes mit dem neuen Renaissance-Gebäude baulich
verbunden und überdacht wurde. Über den breiten Graben führte eine Stein- mit
anschließender Zugbrücke. Letztere ist inzwischen verschwunden, dafür die
Brücke bis an das Schloss geführt. Es ist anzunehmen, dass der Wirtschaftshof
damals schon ummauert wurde, obwohl die Ringmauer erst 1656 erwähnt ist. Von
ihr sind noch immer schwache Reste in den Schlossanlagen wahrzunehmen.
Leider ging die schöne Burganlage im Dreißigjährigen Krieg
zugrunde. Hans Christoph von Rabenstein hielt es mit den Schweden. Nach deren
Abzug fiel das erbitterte katholische Landvolk um Waischenfeld, das vorher
schwer zu leiden hatte, über die Burg her und brannte sie nieder. Der größte
Teil des Schlosses blieb als Ruine liegen. Die Rabensteiner stellten lediglich
einige Gebäude im Westen der ehemaligen Vorburg wieder her; sie selbst
verlegten ihren Wohnsitz nach Kirchahorn und Weiher. Der Wirtschaftshof vor dem
Graben mit seiner Ringmauer wurde jedoch völlig instandgesetzt; er musste ja
die Einkünfte des Geschlechts gewährleisten. Weitere Baumaßnahmen sind aus
den Jahren 1648 und 1656, ferner 1686 bis 1692 sowie 1728 nachgewiesen.
Mit Peter Johann Albrecht von Rabenstein starb 1742 das
Geschlecht aus. Die Grafen von Schönborn-Wiesentheid empfingen Rabenstein vom
Markgrafen als Rittermannlehen. Anlässlich eines angekündigten Königsbesuches
ließ Graf Franz-Erwein 1829/30 die Halbruine umgestalten. Dabei mussten leider
Ruinenteile eingelegt werden, darunter der 1570 errichtete Treppenturm im
Innenhof. Dieser ehemalige Burghof wurde jetzt mit Erdreich aufgefüllt und
damit ein reizender Burggarten geschaffen. Er war bis 1975 eine vielbesuchte
Attraktion der Fränkischen Schweiz. Ganz einmalig war die malerische Verbindung
von Ziergarten und Ruinenteilen - ein unvergessener Anblick - für jeden
Besucher. Eine Radierung von Felix Grünewald aus dem Jahre 1829 sowie
Zeichnungen von Ostertag und Lebschee veranschaulichen den Zustand der Ruine vor
dem Umbau 1829/30. Gleichzeitig ließ der Graf zwischen der Ailsbachbrücke im
Südwesten der Burg und der Schweinzmühle einen Landschaftsgarten anlegen, der
die Ludwigshöhle und das Schneiderloch sowie die 1833 entdeckte Sophienhöhle
mit einbezog. Letztere zählt zu den schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands.
Hoch über ihr thront auf steilem Fels die romantische Kapelle Klausstein, deren
Lage schon Ludwig Richter 1837 begeisterte.
Achtung, die Burg ist bis auf weiteres geschlossen (Stand Okt 2000)
-
Oberailsfeld,
St. Burkhardts-Pfarrkirche, erbaut 1769-71 von Wenzel Schwesiner, mit einem
Kruzifix von Friedrich Theiler. Brauerei, Radlerfelsen
-
Unterailsfeld, Backofen
Bauernbrot
-
Hungenberg, Albdorf, Kapelle
-
Kohlstein, Burg, trutzig
auf einer Bergkuppe gelegen, 1486 von Konrad V. von Hirschaid erbaut, ging
1536 in den Besitz der Groß von Trockau über. Schloß, nach der Zerstörung
im Bauernkrieg ab 1636 erneuert. Der jetzige Schlossbau entstand 1707-14. In
der barocken Schloßkapelle ein reich dekorierter Altar mit Altarblatt
der Marienkrönung von 1740. Die Chorstühle mit hellem Schnitzreliefs stammen
aus der Werkstatt Georg Reuß. Urige Wirtschaft, kernige Bauernbrotzeiten.
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Behringersmühle, OT
Gößweinstein, einst befand sich hier nur eine Mahl- und Schneidmühle von
1751, heute Ferienort. Dreiflüsseort (Wiesent, Püttlach, Ailsbach), Endstation
der Museumsbahn des Vereins Dampfbahn Fränkische Schweiz.