10.09.2010, 22:50 Uhr
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Zum Kreuzberg bei Hallerndorf

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W 6 Schlüsselau - Kreuzberg b. Hallerndorf



Schlüsselau - Häuslerweiher - Muna - Schnaid - Kreuzberg - Hallerndorf - Kleinbuchfeld - Rothensand - Fuchsenweiher - Schlüsselau



Anfahrt: über B 505 bis Ausfahrt Hirschaid, rechts auf Staatsstraße 2260 über Röbersdorf nach Schlüsselau (Abzweigung links).

Parken: vor Kirche und Gasthaus, entlang der Hauptstraße oder links in der Nebenstraße hinter der Kirche.

  • Schlüsselau, OT Frensdorf, ehem. Zisterzienserinnenkloster 1280 gegründet, kath. Pfarrkirche Zur schmerzhaften Dreifaltigkeit, (13./14. Jh.), Innenausstattung 14. - 18. Jh., im Chor das Hochgrab des 1308 verstorbenen Erbauers. Es ist das einzige Grabmal, das sich von dem einst so berühmten Geschlecht der Schlüsselberger in Franken erhalten hat. Vom eigentlichen Grab blieb nur der Deckel mit dem Schlüsselbergischen Wappen, einem Schlüssel im roten Feld, und dem Namen des Stifters Gottfried von Schlüsselfeld übrig. Im Mittelteil hängt rechts ein wunderschöner Flügelaltar. Die Vorderseite zeigt den Leidensweg Christi, die verschlossenen Rückseite 4 Gemälde des Gleichnisses Der Barmherzige Ritter. Im Klostergarten steht eine Elisabeth-Statue.


  • Wer war der letzte Schlüsselberger?



    Ein kurzer Überblick über das Leben Konrad II.

    Der Tod kam plötzlich. Am 14. September 1347 wurde Konrad II. von Schlüsselberg beim Kampf gegen die Burggrafen von Nürnberg und die Bischöfe von Würzburg und Bamberg auf seiner Burg Neideck durch das Geschoss einer Wurfmaschine getötet. Groß war die Trauer unter seinen Gefolgsleuten, denn mit Konrad II. starb nicht nur der letzte aus dem Geschlecht der Schlüsselberger, sondern auch der letzte der kleineren Territorialfürsten.

    Geboren wurde Konrad II. vermutlich 1275. In den ersten Jahren seiner Regierung beschränkte sich das Wirken des Schlüsselbergers auf das fränkische Territorium, das sich nahezu geschlossen vom Steigerwald über die Regnitzfurche bis in die Oberpfalz erstreckte. Erst die enge Verbindung mit dem Bayernherzog Ludwig, dem späteren Kaiser Ludwig IV. machte ihn zu einem festen Bestandteil der Reichspolitik.

    Diplomatischer Höhepunkt im Leben des Schlüsselbergers war die Teilnahme an der Kaiserkrönung Ludwig IV. in Rom im Januar 1328. Dort erscheint, wie Urkunden belegen - der - nobilis vir Cunradus de Sluzzelberch - gleich hinter den höchsten Würdenträgern des Reichs.

    Das Ende des Schlüsselbergers bahnte sich durch die Expansionsbestrebungen der Burggrafen von Nürnberg an. Nach einigen kleineren Streitigkeiten führte letztendlich eine Unstimmigkeit über Zoll- und Geleitrechte durch das Gebiet des Schlüsselbergers zum bewaffneten Konflikt.

    Konrad II. errichtete bei Streitberg eine Mautstelle, die als eine Beanspruchung der vollen Landeshoheit durch den Schlüsselberger verstanden werden musste. Die Burggrafen nahmen dies zum Anlass Konrad anzugreifen. Im Spätsommer des Jahres 1347 entbrannten heftige Kämpfe, in deren Verlauf sich Konrad, der zu wenig Gefolgsleute für eine offene Schlacht hatte, auf die Neideck zurückzog.

    Und so nahm am 14. September das Schicksal seinen Lauf, der letzte Schlüsselberger starb.



    Nun zur Wanderung:

    Schlüsselau - Häuslerweiher - Muna - Schnaid - Kreuzberg - 6 km - 2 Stdn.



    Vom Kirchplatz nach links, dann aber gleich in die erste Seitenstraße links, nach 100 Metern rechts und auf Teerweg gerade zum und beim Holzkreuz in den Wald. Dem leicht ansteigenden Waldweg am Maschendraht entlang folgen, gerade mit Pfad zum Forstweg. Rechts einbiegen, an der folgenden Gabelung rechts und gerade weiter zur und durch die Unterführung der B 505. Gabelung danach rechts, über Wassergraben zum Häuslerweiher.

    Über dessen Damm zur Teerstraße zum ehemaligen Muna-Gelände. Nun links, um Rechtskurve und in Linkskurve rechts in Wald. Auf dem Waldweg bergauf, kann schmierig sein, und oben aus dem Wald. Auf Teerweg gerade nach Schnaid, das schon herunter grüßt.

    Bei den ersten Häusern Querweg links, rechts in Hauptstraße und zum Brunnenhaus. Rechts am Kriegerdenkmal vorbei zur Wehrkirche St. Petrus und Paulus mit einer interessanten Ausstattung. Wieder zurück und gerade zur Brauerei Friedel, daran vorbei Richtung Willersdorf bergab aus dem Ort.

  • Schnaid, OT Hallerndorf, Landkreis FO, 355m über NN gelegen, im 8. Jh. nach Christus entstanden, erstmals 833 erwähnt, das Dorf "Sneite". Kapelle ist 1212 errichtet worden. Im Ortskern ein idyllischer fränkischer Dorfplatz. Der alte Fachwerkbrunnen (17. Jh.), 1742 wurde darüber ein offenes Fachwerkhaus errichtet, wie es bis heute noch erhalten ist.

    Das alte Schulhaus und die Wehrkirche St Petrus und Paulus aus Sandstein fügen sich harmonisch ein, daneben alte Bauernhäuser und Drei-Seiten-Höfe. Die noch vorhandenen "Centsteine", auch Asylsteine genannt stehen heute vor den Anwesen Reck + Burkard, Holzmann - Gunzelmann und Hippacher - Freisinger als Relikte dieser großen Zeit. Brauerei Friedel mit schönem Aushänger.

    Wir wandern bei der Kreuzung mit Wegkreuz und Wegweisern links zum Kreuzberg. Über den Parkplatz rechts zur meist verschlossenen Kirche und zu den dahinter liegenden ganzjährig geöffneten drei Kellern. Als erster, unter der Kirche, der Rittmayer-Keller (Hallerndorf), in der Mitte der Lieberth-Keller (Hallerndorf) und neu, aber alt ansässig, der Friedel-Keller (Schnaid). Überall gutes Essen und Bier.

  • Kreuzberg b. Hallerndorf, Landkreis FO, die frei auf dem Berg Hohenrode gelegene kath. Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz, in gotischer Bauart mit eingezogenem dreiseitig geschlossenem Chor wurde 1463 an Stelle eines bereits 1430 erwähnten Vorgängerbaus von den Hallerndorfer Burgherren, den Brüdern Jakob und Lamprecht von Seckendorff, errichtet.

    In der Kirche Hochaltar mit Votivkrücken an der Rückseite, ein Kreuzweg mit 15 Stationen und eine Holztafel mit Darstellung der Legende aus dem Jahre 1711 sowie die älteste Votivgabe, ein Ölbild, aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Die Wallfahrt hatte bereits 1348, als Hallerndorf selbständige Pfarrei wurde, bestanden.

    Drei Bierkeller (ganzjährig bewirtschaftet) sorgen für das leibliche Wohl der Wallfahrer und Wanderer. Kreuzbergfest am ersten Sonntag im Mai.


  • Kreuzberg - Schnaid - Kleinbuchfeld - Ottilienkapelle - Muna - Fuchsenweiher - Schlüsselau - 8 km - 2 Stdn.



    Nach einer evtl. Einkehr geht man zurück zum Parkplatz, vorbei und bergab. Biegt nach der Linkskurve rechts ab und wandert hoch zur Straße nach Hallerndorf. Links einschwenken, 200 m zum Ortsschild von Schnaid ziehen, die Kreisstraße FO 19 überqueren und rechts abzweigen. Nach 100 Metern links hinab in den Talgrund und nach dem Wassergraben rechts in den Schotterweg.

    Weitere 500 Meter weiter links dem Teerweg aufwärts und über die Anhöhe folgen. In der folgenden Senke an einem kleinen Weiher vorbei und bergauf nach Kleinbuchfeld. Wir laufen auf der Kreisstraße BA 25 hinein in Ort, gehen in der Kurve, beim Gasthaus Kachelofen, geradeaus in einen Seitenweg. Der Schotterweg führt gerade den Berg hoch zur Ottilienkapelle von 1860.

    Nach einem kurzen Besuch gehen wir, die Kapelle im Rücken, rechts und gerade über eine Kreuzung, durch Hecken, in einen Wiesenweg. Bald erreichen wir den Wald, wandern rechts am Rand entlang weiter und dringen dann in der Ecke links in den Wald ein. Der Waldweg senkt sich ab und trifft schließlich auf die Zufahrtsstraße zur ehemaligen Muna.

    Wir benützen sie nach links, wandern um die Kurve und verlassen sie an der nächsten (Links)Kurve nach rechts, gerade in den Wald. Vorbei an gelagertem Holz wandern wir hindurch, kommen zu einer Lichtung. Nach etwa 100 Metern zweigen wir links ab, gehen zwischen Weihern hindurch und laufen an der Gabelung links.

    Der schöne Waldweg begleitet die B 505, nach ca. 500 Metern stoßen wir bei einer Lichtung auf einen Querweg, wir gehen rechts und kurz danach durch die Unterführung der B 505. Nun folgen wir dem Weg geradeaus, gehen an der Gabelung rechts und dann abwärts nach Schlüsselau.

    Die Teerstraße nach rechts, auf die Kirche zu, links in die Querstraße zum Parkplatz oder an der Hauptstraße rechts zum Kirchplatz.

  • Schöne leichte Rundwanderung mit leichten Anstiegen durch Wald und Flur, Länge ca. 14 Kilometer, Gehzeit ohne Pause 3 - 4 Stdn.

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