10.09.2010, 22:44 Uhr
suchen 
Durch eine abgeschiedene Landschaft zu den Vier Linden

(1135 Worte insgesamt im Text)
(1692 Aufrufe)   druckerfreundliche Ansicht

Stadelhofen - A 70 - Buckendorf - Eichenhüll - Teufelsloch - Freienfels - Schultersberg - Pfaffenberg - Stadelhofen - 18 km

Anfahrt: mit über A 70 bis Ausfahrt Stadelhofen
Parken: gleich nach Brücke rechts Pendlerparkplatz

Stadelhofen - A 70 - Buckendorf - Eichenhüll - Teufelsloch - Freienfels - 9 km - 2 1/2 Stdn.

Vom Parkplatz gehen wir rechts an der Straße entlang bis zur Abzweigung nach Buckendorf. Biegen rechts ein und laufen auf dem für den öffentlichen Verkehr gesperrten Fahrweg in den Wald. Gerade hindurch, vorbei an einem Wegkreuz von 1973. Wir überqueren die A 70 und treffen kurz danach auf ein zweites Wegkreuz, gestiftet von der Familie Schütz, und wenige Schritte weiter auf eine Marienstatue, erbaut von der Familie Eberlein.
Bald verlassen wir den Wald und marschieren am dritten Wegkreuz (1977) vorbei Richtung Buckendorf. Bevor wir den Ort erreichen ziehen wir rechts über einen Lagerplatz, dann links an einem Wohnhaus vorbei zur kleinen Kapelle am Ortsrand von Buckendorf. Davor wenden wir uns rechts und wandern Richtung Eichenhüll.

Der Weg führt an Maschinenhallen vorbei und durch ein Waldstück mit Felsen. Mit dem Ziegenfelder Tal Radweg bewegen wir uns auf Betonsteinen nach Eichenhüll. Ansteigend gelangen wir in den Ort, vorbei am Gasthaus Göhl. Nach der Kirche zweigen wir links ab und schreiten gerade aus dem Ort zur Abwasseranlage.
Daran gerade vorbei, leicht abfallend in ein weites, sonnendurchflutetes Tal. Wir wandern an der linken Talseite entlang. Dringen dann in den Wald ein und gehen aufwärts. Nach wenigen Metern verlassen wir den Radweg und ziehen nach rechts ins nächste stille Tal. Wieder durchlaufen wir es linksseitig, steigen beim Rechtsknick links aufwärts in den Wald und nehmen den Querweg gleich wieder rechts abwärts.

Aus dem Wald setzen wir unsere Wanderung nach links im Tal weiter fort. Am sog. Teufelsloch (Felsengruppe) nehmen wir die Gabelung nach rechts und laufen dann links an der doppelstämmigen Fichte vorbei. Hier treffen wir auf die Markierung blauer Punkt, der wir uns bis zur Straßenüberquerung anvertrauen.
Wir wandern also links an der Straße entlang, steigen durch Wald aufwärts und nehmen an der Gabelung den Teerweg nach rechts zur Straße. Diese überqueren wir gerade und ziehen drüben mit dem roten Kreuz leicht bergauf. Durch eine Heckenreihe kommen wir zu einem Querweg, auf dem wir links nach Freienfels marschieren. Vorbei am Forsthaus und Friedhof führt der Weg geradeaus zur Kirche und zum Schloss. Wir gehen an der Straße links zur Einkehr nicht mehr möglich, da geschlossen!! im Gasthaus Vier Linden, Inh. B. Hornung, 96142 Freienfels 11, Telefon 09274 / 85 87

Freienfels - Schultersberg - Pfaffenberg - Stadelhofen - 9 km - 2 1/2 Stdn.

Nach der entspannten, gemütlichen Rast gehen wir vom Gasthaus rechts auf unserem Herweg wieder zurück bis zur Maschinenhalle vorm Wald. Dringen in den Wald ein und wandern auf dem geraden Weg abwärts. Dem folgenden Querweg mit der Markierung blauer Punkt folgen wir nach links weiter abwärts.
Dann ziehen wir links über eine Lichtung und steigen nach einem Hochsitz aufwärts in den Wald. Wir folgen der Markierung immer geradeaus, bei der großen Abzweigung verlassen wir den Weg und wandern nach rechts. Überschreiten eine Kreuzung und gehen gerade in einen Waldweg. Dieser führt zum nächsten Forstweg, den wir auch überqueren. Ab und aufwärts erreichen wir den nächsten Querweg.

Mit dem grünen Querstrich ziehen wir nun nach links, an die nächste Kreuzung wenden wir uns rechts und gehen gerade zum befestigen Weg. Darauf ab- und aufwärts bis zur großen Lichtung. Hier links, dem Waldweg gerade folgen, mit dem Querweg dann rechts und bald stoßen wir auf die Straße zwischen Eichenhüll (rechts) und Treunitz (links).
Wir benutzen die Straße kurz nach links und zweigen vor einer Lichtung gleich rechts in den Wald ab. Mit dem folgenden Querweg gehen wir rechts, folgen dem etwas undeutlichem Weg bis wir auf einen Forstweg treffen. Nun links und geradeaus zur großen Kreuzung. Hier finden wir die Markierungen des Radweges "Die Fürstbischöfliche Tour" mit Bischofsmütze und des Rundweges Treunitz - Stadelhofen - Paradiestal mit blauer Ring.

Wir wandern nach rechts über die große Lichtung und anschließend in den Wald. Folgen dem Weg bis zum breiten querenden Forstweg. Gehen kurz rechts, gleich links und gerade aus dem Wald. Durch eine weite Flur ziehen wir gerade zur A 70 und durch die Unterführung nach Stadelhofen. An der Hauptstraße wenden wir uns rechts, gehen vorbei an der Schule und einem Wegkreuz von 1966 zurück zum Parkplatz.

Schöne, leichte Wanderung mit geringen Steigungen, teils sonnig, teils schattig, Länge ca. 18 km.

Rundtour flach auf eigene Faust gemütlich, familiengeeignet

Einkehrmöglichkeiten: Stadelhofen, Eichenhüll, Freienfels.

Sehens- und Wissenswertes:

- Buckendorf, OT Weismain, Landkreis LIF, kath. Kapelle St. Sebastian (Langhaus 18. Jh., Chor wohl von 1491) und Wegkapelle von 1940, errichtet für einen von einem ausschlagenden Pferd getöteten Mann.

- Eichenhüll, 449 m, OT Stadelhofen, Landkreis BA, Kirche

- Freienfels, Burg 1283 von Otto von Aufseß erbaut, eine der 3 großen Stammburgen der edelfreien Aufseß, deshalb auf dem freien Fels. Durch interne Streitereien ging es 1378 an Bischof Lamprecht von Bamberg verloren. Freienfels war eine wehrhafte Burg mit 4 hochragenden Kemenaten, einer Schlosskapelle (1490), Zwingern, Mauertürmen, Torhäusern und Gräben. Im Bauernkrieg (1525) von den Hollfeldern niedergebrannt, 1604 wieder in alter Form aufgebaut. Im 30.jhr Krieg mehrfach besetzt und überfallen, der bauliche Zustand der Burg war schlecht. 1690 abgerissen, zwischen 1693 und 1701 völlig neu erbaut, am 31. Oktober 1918 endgültig von den Aufseß verkauft, seitdem mehrere private Besitzer. Pfarrkirche St. Bartholomäus (1700-08 erbaut), Grabeskirche derer von Aufseß (7 Mitglieder), verglaste Herrschaftsloge über der Sakristei, reiche Stuckdecke, am Hochaltar Holzstatuen des Hl. Blasius und des Hl. Valentin, über dem Taufbecken der Hl. Bartholomäus. Das Altarbild zeigt die Hl. Dreifaltigkeit. 1963 wirkt hier der spätere Erzbischof von Bamberg, Elmar Maria Kredel.

Schloss Freienfels, gut sichtbar erhebt sich über dem Ort das von den Herren von Aufseß begründete Schloss, zuletzt 1693 - 1701 neu erbaut. Es ist vom Tal durch steil abfallenden Fels und von der Bergseite durch zwei Gräben geschützt. Seit 1996 können ein Teil der Werke aus der Hollfelder Kunstausstellung (von Anfang Juli bis Anfang August) im Wehrgang des Schlosses ausgestellt werden. Ansonsten kann das Schloss leider nicht besichtigt werden - Privatbesitz.

Geschichte:

13. Jh. Ritter Otto von Aufseß erbaut die mächtige Burg Freienfels.

Diese Burg nahm unter den Rittersitzen des Wiesenttales eine besondere Stellung ein, sie stand auf freiem Grund und Boden, auf einem "freien Fels". Sie was nur dem Kaiser und Reich untertan.

1490 Das Dorf Freienfels entstand auf Veranlassung der Burgherren.

1525 Im Bauernkrieg zerstörten die aufrührerischen Bauern die Burg und brannten sie nieder. Nach den Unruhen baute Ritter Pankraz von Aufseß die Burg wieder auf.

1690 Carl Siegmund Freiherr von Aufseß und Domherr zu Bamberg und Würzburg entschloss sich die bis dahin stark zerfallene Burg niederzureißen und auf den Grundmauern ein Schloss zu errichten.

Während des Dritten Reiches wurde das Schloss für Parteizwecke genutzt und in den Kriegs- und Nachkriegsjahren war es Kindererholungsheim der Stadt Nürnberg.

- Stadelhofen, (478 m), liegt am Ausgang des stillen und romantischen Paradiestales, dicht an der nordöstlichen Landkreisgrenze Bamberg. Bereits um 630 gab es hier Ansiedlungen, Stadelhofen wird urkundlich erst später genannt. Die barocke kath. Pfarrkirche St. Peter und Katharina (frühes 18. Jh.) mit ihrem massiven Turm und einer herrlicher Ausstattung, barocker Hochaltar von J. M. Doser (1680), der 1721 von der Pfarrei Litzendorf erworben wurde. Viele Heilige von Petrus bis hin zum heiligen Michael. Schmuckstück, die an der Chorwand hängende Kanzel.

Verwaltungsgemeinschaft mit Steinfeld, dazu gehören Eichenhüll, Hohenhäusling, Hopfenmühle, Pfaffendorf, Rossdorf am Berg, Schederndorf, Wölkendorf und Wotzendorf. Angeschlossen sind auch die Gemeinden Königsfeld und Wattendorf.

  

[ zurück zu Fränkische Schweiz (Nördliche) | Tourenvorschläge-Index ]
Website powered by PostNuke ADODB database libraryPHP Language

Allgemeine Nutzungsbedingungen | Datenschutzhinweis

Diese WebSite wurde mit PostNuke erstellt - PostNuke ist als freie Software unter der GNU/GPL Lizenz erhältlich.