Scheßlitz - Burgholz - Peulendorf - Weingarten - Gügel
- Ludwager Stein - Poxdorf - Klingental - Hohenhäusling - Steinfeld
Anfahrt: mit OVF-Bus Abfahrt So 08.03 Uhr Bahnhof
Scheßlitz - Burgholz - Peulendorf - Weingarten - Gügel - 7
km - 2 Stdn.
Von der Bushaltestelle an der kath. Pfarrkirche St. Kilian
geht man links in die Wilhelm-Spengler-Straße und abwärts zum Altenbach. Mit
der Straße nach rechts und bald links in die Peulendorfer Straße. Auf dieser,
vorbei an Giechburg-Schule, aus dem Städtchen und geradeaus zum Burgholz. Auf
dem Fahrweg gerade hindurch Richtung Peulendorf. Nach verlassen des Waldes links
in Abzweigung und vorbei am Friedhof nach Weingarten laufen. Dort an der
Gabelung geradeaus weiter durch die Hofeinfahrt. Um den Bauernhof herum und mit
dem Wiesenweg rechts zum Wald. Dort gleich links eindringen, Wegweiser Zum
Gügel, auf Waldpfad ständig leicht ansteigend, unterhalb des Schrauterhofes
und der Giechburg vorbei. Beim Anstieg erblickt man rechts durch die Bäume die
Gügelkapelle. Zwischen Giechburg und Gügel erreicht man die Freifläche in der
Senke, wandert nach rechts und steigt dann im Wald über den Kreuzweg auf zur
Wallfahrtskapelle St. Pankratius am Gügel. Variante über Lehrpfad, vorbei an
der Gügelquelle, und auf Zufahrtsweg. Die Ausflugsgaststätte Gügel Tel. 09542
/ 1221 unterhalb lädt zu einer Rast ein.
Gügel - Ludwager Stein - Poxdorf - Klingental -
Hohenhäusling - Steinfeld - 10 km - 2 1/2 Stdn.
Vom Gügel geht man die Fahrstraße abwärts bis zur
Wegespinne, geht wenige Schritte nach rechts, verläßt dann gleich den Teerweg
und steigt gerade über einen Hohlweg (Markierung Main-Donau-Weg und
Pfaffenritt) wieder aufwärts. Etwa 100 Meter nach dem Krippenfelsen an der
Gabelung wandert man rechts und folgt weiter dem Main-Donau-Weg. Der Fahrweg
steigt leicht an und wendet sich nach links. An der nächsten Gabelung verläßt
man den MDW und geht gerade zur Straße zwischen Neudorf und Ludwag. Davor
eröffnet sich ein weiter Fernblick bis zum Fichtelgebirge, es grüßen seine
höchsten Gipfel, Schneeberg und Ochsenkopf mit ihren Türme. An der Einmündung
steht eine schöne Marter von 1868 mit sechs Linden umgeben. Man biegt rechts in
die Straße ein, zweigt nach 100 m links ab und zieht geradeaus zum Ludwager
Stein mit seiner Kapelle von 1886. Weiter schreitet man gerade über die
nachfolgende Kreuzung (Markierung rotes Hufeisen für Pfaffenritt) und
läßt bald den Wald hinter sich. Jetzt wandert man gerade durch Felder, geht
unter der riesigen Stromleitung hindurch und zieht dann nach einem Waldstück
rechts hoch zu einem Teerweg, dem man nach links folgt. Wieder öffnet sich ein
herrlicher Rundblick, von links nach rechts erblickt man Frankenwald,
Fichtelgebirge sowie die Höhen der Fränkischen Schweiz, ganz rechts leuchtet
Burg Greifenstein. Der Teerweg führt zur Straße nach Poxdorf, 100 Meter davor
biegt man aber rechts in einen Feldweg ab und folgt diesem geradeaus. Nach 500 m
stößt man unterhalb eines Wasserbehälters auf einen geteerten Querweg, auf
dem man links abwärts nach Poxdorf wandert. Mit der Durchgangsstraße schreitet
man in den Ort. Geht gerade über den Ortsplatz mit dem Gasthof Dorsch Richtung
Königsfeld, vorbei am Brunnendenkmal (Büttenträgerin), aufwärts zur kleinen
Kirche. Sie ist, wenn sie geöffnet ist, einen Besuch wert. Danach steigt man
weiter bergauf, zweigt an der Info-Tafel nach links ab und zieht aus dem Dorf.
Mit der Markierung schwarzer Ring wandert man Richtung Klingental (bei den
Poxdorfern das Angertal) . Vorbei an einem Wegkreuz, am folgenden Querweg
rechts und der anschließenden Gabelung links abwärts. Vor einer Doline
verläßt man den Teerweg und biegt rechts in einen Wiesenweg ein. Darauf zieht
man gerade, leicht fallend, hinunter ins stille Trockental. Man durchquert das
Klingental geradlinig und geht gegenüber in den Wald. Der Hohlweg darin steigt
an, an der ersten Gabelung hält man sich links, an der unmittelbar
nachfolgenden rechts. Bald stößt man auf einen Querweg, dem man nach rechts
folgt. Es schließen sich im Wald zwei Kreuzungen an, die man jeweils gerade
überschreitet. Dann tritt der Wald zurück, eine weite Lichtung öffnet sich.
Man überquert die Kreuzung und wandert links am Waldrand entlang weiter. Nach
einer Waldecke zieht man leicht nach links und kommt zu einem befestigten Weg,
der bald in einem Bogen nach rechts schwenkt. Etwa 400 m weiter folgt eine
Gabelung, man hält sich links. Auf Betonsteinen zieht man, vorbei an einer
Lourdes-Grotte mit Madonna, Richtung Hohenhäusling, das voraus auszumachen ist.
In die Straße nach Königsfeld biegt man links ein, verläßt sie aber nach 100
Metern schon wieder nach rechts und zieht unterhalb Hohenhäusling vorbei. Man
wandert mit dem Feldweg geradeaus am Wald entlang, folgt seiner Rechts-, dann
Linksbiegung und biegt schließlich links in den Querweg ein. Darauf schreitet
man gerade abwärts nach Steinfeld, das mit dem spitzen Kirchturm seiner
Martinskirche grüßt. Die Bushaltestelle befindet sich am Ortsein--/ausgang an
der Straße nach Hohenhäusling. Wenn noch genügend Zeit zur Verfügung steht
bietet sich die nahe Brauerei Hübner zu einer zünftigen Einkehr an, dabei
kommt man an der Wiesentquelle vorbei.
Eine wunderschöne leichte und aussichtsreiche
Streckenwanderung mit flachen Anstiegen und durch stille Täler, Länge etwa 17
Kilometer.
Einkehrmöglichkeiten: Gügel, Poxdorf, Steinfeld.
Sehenswertes:
- Scheßlitz, siehe Wanderung 1/01
- Giechburg, OT Scheßlitz, 1125 erstmals
erwähnt, 1390 in bischöflich bambergischen Besitz. Eine einst mächtige
Burganlage, die in ihrer Glanzzeit zu den größten und schönsten in Franken
gehörte. 1430, 1525 und 1553 abgebrannt. Die bestehende Wehranlage mit 6
Wehrtürmen wurde 1599 - 1609 durch Fürstbischof Joh. Philipp von Gebsattel
auf den Fundamenten einer Ritterburg des 12. Jh. wiedererrichtet. In der
Säkularisation zerstört und zur malerischen Ruine verfallen. Die Grafen von
Giech versuchten durch Wiederkauf ihr Stammschloß zu retten, konnten dies
allerdings nicht realisieren. 1932 kam es in Privatbesitz, 1971 dann Ankauf
durch den Landkreis Bamberg und stufenweise Sanierung und Restaurierung. Der
wuchtige mittelalterliche Burgfried (13. Jh.), die leeren Fensterhöhlen des
nie fertiggestellten Nordbaus und die wehrhaften Wehrtürme machen die auf
einem mächtigen Felskegel (520 m) gelegene Giechburg, zum Wahrzeichen des
östlichen Landkreises Bamberg. Von den Türmen und Bastionen bietet sich ein
herrlicher Ausblick in alle Himmelsrichtungen.
- Gügel, OT Scheßlitz, dem hl.
Pankratius geweihte Wallfahrtskirche, aus einer ehemaligen Burgkapelle
hervorgegangen, 1274 urkundlich erwähnt. 1430 durch die Hussiten zerstört,
durch Fürstbischof Anton von Rotenhan weiter nördlich wieder errichtet, 1439
geweiht. Die Weihurkunde befindet sich noch in der Sakristei. Im Bauernkrieg
1525 wurde der Gügel nochmals zerstört. Fürstbischof Joh. Gottfried von
Aschhausen ließ 1610-18 die Kapelle weitgehend im gotischen Stil durch
Baumeister Lazaro Agostino neu erbauen, sie hängt wie ein Schwalbennest auf
schroffem Fels. Eine kleine steinerne Brücke führt zu der frei auf einem
Mauersockel stehenden Kirche von schlichtem Äußeren mit Fassadeneingangturm,
eine Sakristei ist vorgebaut. Lourdesgrotte (1891 durch Brüder Pankraz und
Josef Schmittinger) mit Wendeltreppenaufgang und Felsengang zum Kirchenschiff,
dieses beinhaltet ein bedeutendes Kunstwerk der Spätrenaissance, den
Hochaltar (1630/31 von Martin Meyland) aus Nußbaumholz mit Figuren von St.
Heinrich und Kunigunde, sowie zwei gotischen Reliefs, Taufe und Martyrium des
hl. Pankratius darstellend. Das Altarbild zeigt die Himmelfahrt Mariens, ein
Werk von Hofmaler Wolf Fukher. Die Seitenaltäre schuf Pankraz Fries um 1770,
die klassizistische Kanzel, ein Werk von W. Wurzer und die Empore kamen durch
Ludwig I. 1836 aus dem gereinigten Dom. Schön auch das Chorgestühl des 18.
Jh. mit Dorsalreliefs des 17. Jh. und die Alabasterfiguren der 14 Nothelfer
von M. Kern (1611).
- Hohenhäusling, Kapelle
- Steinfeld, Wiesentquelle, starker
Quelltopf, das muntere Gewässer ergießt sich nach fast 50 Kilometer bei
Forchheim in die Regnitz. Kath. Pfarrkirche St. Martin (14. Jh.), etwas
außerhalb Kreuzkapelle, erstes Kirchlein entstand vermutlich nach
1650, 1702 erfolgte die Grundsteinlegung für das heutige Gotteshaus. Die
Kapelle ist 24 m lang, neun Meter breit und besitzt 200 Plätze. Der Hochaltar
stammt vom Weismainer Schreiner Johannes Lippold. Im Jahre 1744 kam aus Rom
ein Holzsplitter in einem Schaugefäß und einer Urkunde nach Steinfeld, der
angeblich vom Kreuz Jesu genommen wurde. Aus der Kapelle wurden schon mehrmals
Figuren entwendet.