10.09.2010, 22:59 Uhr
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Um Hirschaid

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Hirschaid - Altendorf - Seußling - Lauberg - Großbuchfeld - Waldhütte - Köttmannsdorf - Sassanfahrt - Hirschaid

Ausgangspunkt : Bahnhof Hirschaid

Anfahrt : DB oder PKW

Vom Bahnhof Hirschaid aus gehen wir nach links zur Unterführung, überqueren an der Fußgängerampel die Straße und wenden uns auf der anderen Straßenseite nach links. Wir gehen die wenigen Meter bis zur Treppe und über diese hoch zu den Häusern der Maximilianstraße. Oben bewegen wir uns nach rechts zu den Geleisen, dann links in den parallel laufenden Weg. Vorbei am Stellwerk und unter der Straße zum Möbel Neubert hindurch marschieren wir zwischen dem Gelände der Firma INA/Schäffler und Bahnstrecke entlang. Es folgt der Baggersee und ein kleines Waldstück, schließlich die Teerstraße hinein nach Altendorf.

Immer geradeaus bis zum beschrankten Bahnübergang, auf die andere Seite wechseln und bis zur Kirche gehen. Davor nach links und weiter bis zur Hauptstraße (B 4). Diese und den Schoppenbach überqueren und links zum Egloffsteiner Hof. Hier rechts in die Straße nach Seußling und darauf über den Main-Donau-Kanal, am Sportplatz vorbei und über die Regnitz in den kleinen, aber alten Ort. Wir gehen bis zur Kirche mit ihrer Krypta, halten uns dann aber rechts, biegen links um die Kurve und schreiten geradeaus zum Lauberg hinauf. An einer Blockhütte vorbei erreichen wir den Wald, drehen uns jedoch noch einmal um und genießen den Blick ins und über das Regnitztal.

Im Wald wandern wir noch 250 m geradeaus, bevor wir auf eine breite Forststraße stoßen und diese nach rechts weiter benutzen. Nach 1200 Meter umgehen wir eine Schranke, überqueren die folgende Wegkreuzung und schlendern geradeaus leicht bergauf, der Wald ist zurückgetreten, links vor uns erkennen wir Großbuchfeld und am Berg Schnaid. Wir wandern am Waldrand entlang, biegen rechts herum und gehen auf dem Teersträßchen bergab, überqueren die Straße von Sassanfahrt nach Schnaid und schreiten weiter bergab.

Nachdem wir einige Weiher links liegen gelassen haben, erreichen wir einen Querweg, schreiten zwanzig Meter nach links und biegen dann rechts in den Wald ein. Dieser Waldweg führt vorbei am Waldhaus des Trachten- und Heimatvereins Köttmannsdorf und stößt auf die Straße nach Röbersdorf, welche wir schräg überqueren und nach Köttmannsdorf hineinlaufen. Am Ortende gehen wir durch den Fußgängertunnel auf die andere Straßenseite und auf dem Fußweg hinunter nach und durch Sassanfahrt. Nachdem wir schließlich die Kanalbrücke überschritten haben, sind wir wieder in Hirschaid und bis zum Bahnhof ist es nicht mehr weit.

Leichte,aussichtsreiche Wanderung über 14 Kilometer.

Einkehrmöglichkeit : Hirschaid, Altendorf, Seußling, Großbuchfeld, Sonntag und Montag Waldhaus, Köttmannsdorf, Sassanfahrt

Sehenswertes:

- Hirschaid, 1079 als Hirzheide erwähnt, barocke kath. Pfarrkirche St. Vitus, 13. Sept. 1739 geweiht, sehenswert der Hauptaltar. 1934 um neun Meter verlängert. Sie wurde erbaut auf zwei Vorgängerbauten um 1300 und um 1400 mit Befestigungsanlagen. Evang. St. Johannis-Kirche (1955/56) im OT Regnitzau, der erst 1949 gegründet wurde. Davor bestand bereits eine Mühle, die 1789 erwähnt wird.

Ortsteile:

Erlach, Friesen, Großbuchfeld, Juliushof, Kleinbuchfeld, Köttmannsdorf, Röbersdorf, Rothensand, Sassanfahrt, Seigendorf. 11000 Einw.

- Altendorf, erste urkundliche Erwähnung 1096. Seit 1664 Posthalterstation und Frachthof der Thurn- und Taxischen Post, heute Egloffsteiner Hof. Interessante Funde aus der Kelten- und Germanenzeit in den Sand- und Kiesbänken des Regnitztales beweisen eine frühe Besiedelung, seit rund 12 000 Jahren. Kürbisdorf, alljährlich Erntedank- und Kürbisfest. Für die alte, zu kleine neuromanische Dorfkirche aus grauem Rhätsandstein von 1853 wurde 1972 ein geräumiges Gotteshaus errichtet. Alte Mühle von 1750, heute Gasthaus.

Ortsteil: Seußling, 1700 Einwohner.

- Seußling, OT Altendorf, erste Erwähnung 1013; gotische kath. Pfarrkirche St. Sigismund, ein schöner Sandstein- quaderbau, mit wuchtigem Westturm und Beinhaus. Ursprung geht auf eine der 14 Slawenkirchen Karl d. Großen (9.Jh.) zurück, heutige Gestalt stammt aus dem 14. + 15. Jh. Die Kirche verfügt über eine Krypta, in der 1354 für eine Nacht die Reliquien des Heiligen Siggi, bei seiner Überführung von St. Maurice in den Prager Veitsdom, aufgebahrt waren. Ein Arm des Burgunderkönigs, der am 1. Mai 524 von den Franken in einem Brunnen bei Orleans ertränkt wurde, blieb in Seußling. Daneben das stattliche frühbarocke Pfarrhaus von Bischof Fuchs von Dornheim 1624-27 erbaut, sein Wappen schmückt die Straßenseite. Das Bild eines geschlossenen Ensembles rundet die frisch renovierte Pfarrscheune aus dem 18. Jh. ab, sie dient heute als Versammlungsraum.

- Großbuchfeld, OT Hirschaid, 1109 erstmals als Buohfelt genannt. 1347 erscheint der Name "Grozzen Puchvelt", was "zum Feld, das am Buchwald (Schlüsselauer Forst) liegt- Schnaid, Wehrkirche, Brunnenhaus (17. Jh.), Brauerei

- Köttmannsdorf, OT Hirschaid, erstmals 1109 als Chotsmaresdorf (Dorf des Cotemar) genannt, gehörte einst zum Rittergut Sassanfahrt.

Waldhaus, Vereinsheim des Heimat- und Trachtenvereins Ebrachtaler e.V., erbaut 1970, erweitert 1998. Öffnungszeiten sonntags + feiertags Frühschoppen 9.30 Uhr, nachmittags 15.00 Uhr, Mo 17.00 Uhr.

- Sassanfahrt, OT Hirschaid, urkundlich erstmals 1124 mit dem "Gunzo von Sazenvart" fassbar. Name und Entstehung hängen eng mit der Flussüberfahrt über die Regnitz zusammen. Schloss ist belegt durch Lehenübergabe an Gottfried von Brauneck-Hohenlohe.

Der bedeutendste Besitzer des Rittergutes, Reichsgraf Julius von Soden, vergrößerte den Ort um 1790 durch seine Siedlungspolitik um etwa 90 Häuser (Tropfhäuser 30 qm, in der Pfarrer-Hopfmüller-Straße). 1794 gründete er eine eigene Schule. Die eigene Kirche wurde 1929 geweiht, Mauritiuskapelle.

  

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